Gütegemeinschaften: Absolut zukunftsorientiert
Die Gütegemeinschaften im Deutschen Kfz-Gewerbe haben ihren Kurs klar in Richtung Zukunft ausgerichtet. Bei der 8. gemeinsamen Jahrestagung ging es um neue Lernmedien und Synergien. Außerdem wählte die Gütegemeinschaft „Geprüfter Automobilverkäufer“ einen neuen Geschäftsführer.
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Die Weiterbildungen im Deutschen Kfz-Gewerbe, deren Qualität unter der Aufsicht der Gütegemeinschaften steht, haben sich inzwischen zu einem Erfolgsmodell mit breiter Akzeptanz entwickelt. Der älteste dieser aus Vertretern von VDA, VDIK und ZDK gebildeten Qualitätszirkel ist die Gütegemeinschaft „Geprüfter Automobilverkäufer“ (GAV), die in diesem Jahr bereits ihr 20-jähriges Bestehen feiern kann. Der Erfolg des Projektes GAV mit fabrikatsübergreifenden und branchenweit anerkannten Ausbildungsstandards führte dann im Jahr 2000 zur Gründung der Gütegemeinschaft für „Geprüfte Automobil-Serviceberater“ (GASB) und im Jahr 2008 zur Gütegemeinschaft „Geprüfter Automobil Teile- und Zubehörverkäufer“ (GATZV).
Alle namhaften Hersteller und Importeure sind inzwischen mit ihren Marken Mitglied in mindestens einer der drei Gütegemeinschaften und haben ihre Ausbildungswege entsprechend zertifizieren lassen. Insgesamt haben sich bisher rund 80.000 Mitarbeiter in den Kfz-Betrieben und Autohäusern nach den Kriterien dieser Gütegemeinschaften weiterqualifiziert.
Doch auf dieser durchaus beeindruckenden Zahl wollen sich die Gütegemeinschaften nicht ausruhen. Im Gegenteil, sie arbeiten intensiv daran, die Weiterbildungswege im Deutschen Kfz-Gewerbe weiterhin attraktiv und zukunftsfähig zu machen.

Ein erster Schritt war im vergangenen Jahr die Gründung der Gütegemeinschaft Service, in der GASB und GATZV integriert sind und die nun zusätzlich die Standards für die Weiterbildung von „Geprüften Serviceassistenten“ entwickelt und überwacht. Hersteller wie BMW und Audi, die die Zertifizierung in dieser neuen Gütegemeinschaft schon abgeschlossen haben oder gerade die Standards für eine Zertifizierung einführen, konnten auf der Jahrestagung berichten, dass das neue, modulare Schulungskonzept auf eine äußert positive Resonanz bei ihren ersten Schulungsteilnehmern gestoßen ist. Insbesondere die mindestens siebentägige Basisschulung, die nun für Serviceberater, Automobilteile- und Zubehörverkäufer sowie Automobil-Serviceassistenten gleich ist, haben die Teilnehmer als sehr bereichernd für ihren Arbeitsalltag empfunden.
Das nächste große Projekt für die Gütegemeinschaften ist es, die Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, sinnvoll in die Weiterbildungsgänge zu integrieren. So sollen die künftigen Fachkräfte auch in diesem Bereich fundiert ausgebildet werden. Von diesem Engagement werden alle von den Gütegemeinschaften betreuten Berufe gleichermaßen profitieren.
Neuer Geschäftsführer gewählt
Auf der GAV-Jahrestagung stand zusätzlich zur inhaltlichen Sacharbeit auch die Wahl eines neuen Geschäftsführers auf dem Programm. Der bisherige Vertreter der Importeure, Stefan Hoy von Nissan, war schon 2014 aus der Nissan Trainingsakademie als Leiter in die Direktion für Corporate Sales & LCV bei der Nissan Center Europe GmbH gewechselt. Da ihm die Arbeit in den Gütegemeinschaften sehr am Herzen liegt, hatte er seinen Posten als Geschäftsführer der Gütegemeinschaft GAV aber weiterhin behalten. Schließlich arbeitet er dort bereits seit 16 Jahren aktiv mit – davon vier Jahren als Geschäftsführer. Doch diese Aufgabe kann er nach eigenen Angaben durch seine neue Position nun nicht mehr mit dem nötigen Engagement ausfüllen.
Die Vertreter der Importeure wählten Peter Schieder, Projektkoordinator Schulungsreihen bei Mitsubishi, als seinen Nachfolger. Schieder engagiert sich seit vielen Jahren in den Gütegemeinschaften GAV und GASB. Er sorgte zum Beispiel 2013 dafür, dass Mitsubishi als erster Importeur „Geprüfte Automobilverkäufer – Gebrauchtwagen“ ausbilden durfte. Er schätzt an den Gütegemeinschaften unter anderem den kollegialen Umgang der beteiligten Hersteller- und Importeurs- sowie Verbandsvertreter miteinander und dass jedes Mitglied bereit ist, andere zu unterstützen, um eine hohe Qualität der Ausbildung zu gewährleisten, die letztlich allen nützt.
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