Guido Kutschera: „Gutachten sind komplexer“
Der Dekra-Gutachtenchef hat in den vergangenen zwei Jahren in seinem Geschäftsbereich einiges verändert. Die Maßnahmen betreffen auch die Zusammenarbeit mit den Werkstätten.
Redaktion: Seit gut zwei Jahren sind Sie nun schon als Dekras Gutachtenchef im Amt. Was hat sich in dieser Zeit verändert?
Guido Kutschera: Wir haben uns in dieser Zeit insbesondere um die Prozesse in der Gutachtenerstellung gekümmert. Dabei geht es beispielsweise um die Automatisierung des Prozesses, oder darum, ob und wie wir mit strategischen Partnern sogenannte Service-Level-Agreements eingehen können. Aber das Wichtigste war und ist für uns die Kontinuität in unserer Leistung und damit verbunden die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Hier haben wir wirklich einen großen Schritt nach vorne gemacht: Ein Prüfingenieur muss mindestens fünf Tage im Jahr nachweislich geschult werden. Solch eine gesetzliche Vorgabe gibt es für einen Sachverständigen nicht. Wir haben trotzdem Pflichtschulungsprogramme für unsere Sachverständigen aufgebaut, und wir messen beziehungsweise halten nach, ob sie diese Ausbildung durchlaufen haben oder nicht. Macht ein Sachverständiger in einem Jahr nicht die vorgeschriebenen Schulungen mit, erinnern wir ihn daran, dass er da noch Nachholbedarf hat. Wenn er dann immer noch nicht tätig wird, geht eine Information an den Fachabteilungsleiter, und schließlich wird der Kollege gegebenenfalls gesperrt, das heißt, er darf keine Dekra-Gutachten mehr erstellen. Das zeigt, dass wir gerade auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter allergrößten Wert legen.
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