GW-Markt, 1. Quartal: Langsam wird’s zu teuer

Autor / Redakteur: Udo Schickal / Udo Schwickal

Die GW-Preise sind im ersten Quartal 2016 laut Mobile.de um sieben Prozent gestiegen. Für Händler, wie das Autohaus Kamux, wird es daher immer schwieriger, preislich attraktive Fahrzeuge einzukaufen.

Das Autohaus Kamux setzt auf schlanke Strukturen und skandinavische Freundlichkeit. 2017 will das Unternehmen in Elmshorn 1.200 Gebrauchtwagen verkaufen.
Das Autohaus Kamux setzt auf schlanke Strukturen und skandinavische Freundlichkeit. 2017 will das Unternehmen in Elmshorn 1.200 Gebrauchtwagen verkaufen.
(Foto: Kamux)

Während die Verbraucherpreise in Deutschland seit Jahren stagnieren und die Notenbanken regelmäßig die Gefahr einer Deflation an die Wand malen, setzt der Gebrauchtwagenmarkt seine Boomphase ungebremst fort: Nach einer Preissteigerung von 6,7 Prozent im vierten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum weist das erste Quartal 2016 ein Plus von sieben Prozent aus.

Mobile.de hat in die Berechnungen ausschließlich in Deutschland angebotene, unfallfreie Fahrzeuge mit einer Laufleistung zwischen 1.000 und 200.000 Kilometern und einem Alter von höchstens zehn Jahren einbezogen. Insgesamt stieg die Anzahl der im Gesamtmarkt angebotenen Fahrzeuge durchschnittlich um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Dabei lassen sich auffällige Schwankungen zwischen den einzelnen Segmenten beobachten. Während beispielsweise bei den SUVs das Fahrzeugangebot um 20,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich anstieg, verzeichneten die Vans ein Minus von 5,2 Prozent. Gleichzeitig blieb der Bestand in der Mittelklasse nahezu unverändert (–0,1 %).