Künstliche Intelligenz „Händler werden ohne KI-Optimierung unsichtbar“

Von Dr. Martin Achter 10 min Lesedauer

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KI eröffnet auch Kfz-Betrieben neue Wege. Zukunftsforscher Michael Carl rät Autohäusern und Werkstätten, die Technologie in den Alltag zu integrieren. Andernfalls könnten Händler für Kunden an Bedeutung verlieren – unter anderem durch die zunehmende Bedeutung von Chatbots bei der Internetsuche.

Zukunfts- und KI-Forscher Michael Carl rät mittelständischen Unternehmen wie Autohäusern und Werkstätten dazu, den Einfluss von künstlicher Intelligenz nicht zu unterschätzen.(Bild:  Carls Zukunft)
Zukunfts- und KI-Forscher Michael Carl rät mittelständischen Unternehmen wie Autohäusern und Werkstätten dazu, den Einfluss von künstlicher Intelligenz nicht zu unterschätzen.
(Bild: Carls Zukunft)

Redaktion: Herr Carl, wenn es in der Öffentlichkeit um KI geht, ist in der Regel von Chatbots wie Chat-GPT die Rede, die Konversationen in Form von Texten und Sprache erlauben, Bilder oder Videos erzeugen. Wie sehr unter- oder überschätzen Wirtschaft und Gesellschaft den Einfluss dieser Technologie?

Michael Carl: Die Macht der Technologie wird grundsätzlich unterschätzt. Diese Feststellung mag eigenwillig anmuten, aber ich stelle im Umgang mit KI einen Widerspruch fest. Einerseits reden wir den ganzen Tag darüber. Jeder Fachkongress, jeder zweite Linkedin-Post beschäftigt sich mit dem Thema. Andererseits tun viele aber so, als wäre KI nur ein weiteres nettes Tool, mit dem wir die bisherigen Logiken, Abläufe und Prozesse in Unternehmen besser abbilden können. Das mag zwar stimmen. Es ist bequem. Texte lassen sich in einem Bruchteil der Zeit schreiben, die bisher nötig war. Und es ist gut so, dass das maschinell funktioniert. Aber solange wir KI nur als Tool begreifen, um Sachen schneller zu machen als bisher, unterschätzen wir das Thema kategorisch.