Stellantis Händlerverbände erwarten deutliches Entlastungssignal

Von Jens Rehberg 2 min Lesedauer

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Der Stellantis-Konzern unter Tavares war ein Musterknabe in Sachen Bürokratieaufbau und Komplexitätserzeugung. Unter neuer Führung wendet sich der Hersteller seinen Partnern wieder zu. Letztere erwarten – neben der bereits deutlich verbesserten Atmosphäre – jetzt konkrete Ergebnisse bei der Vereinfachung des Arbeitsalltags.

(Bild:  Rehberg/VCG)
(Bild: Rehberg/VCG)

Die drei Verbände der „Allianz Deutscher Stellantis-Partner“ (JARFD, VDOH und VCDP) haben anlässlich der Jahreshauptversammlung des Verbandes der Jeep-, Alfa- und Fiat-Händler (JARFD) in der vorvergangenen Woche in Hamburg schnelle, konkrete Maßnahmen für ein einfacheres Tagesgeschäft gefordert. „Unser Herstellerpartner arbeitet schon seit langem hart an Verbesserungen, wir würden aber einige schnelle Erleichterungen sehr begrüßen, da sich die prozessualen Anpassungen teilweise arg in die Länge ziehen“, sagte JARFD-Vorstandsvorsitzender Adrian Glöckner am Montag auf Anfrage.

Konkret fordern die drei Verbände die Aussetzung aufwändig zu dokumentierender, kleinteiliger Vorgaben – der sogenannten operationalen Standards – im Verkauf und im Aftersales, die den Händlervertretern angesichts der aktuellen Herausforderungen für den Stellantis-Handel alles andere als zeitgemäß erscheinen. Außerdem erwarten die Vertriebspartner für den weiteren Vertrauensaufbau eine schnelle Lösung im seit Jahren schwelenden Streit um die als kaum zielführend wahrgenommene Kundenzufriedenheitsmessung mittels des Net-Promoter-Scores, die bei Stellantis margenrelevant ist. Die Händler fordern für eine unmittelbare Komplexitätsreduktion die weitgehende, pauschale Auszahlung des entsprechenden Bonus-Bausteins.