Die großen Autohändler Deutschlands 2025 Häusler Automobil – Analoges in den Fokus

Von Jens Rehberg 5 min Lesedauer

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Nach dem Abflauen des Hypes um den kontaktlosen Internetvertrieb setzt Häusler wieder mehr auf klassischen Verkauf. Und baut parallel dazu die entsprechende IT-Unterstützung neu auf.

Die Münchner Zentrale der Häusler-Gruppe in der Landsberger Straße. (Bild:  © Diana Bruhn)
Die Münchner Zentrale der Häusler-Gruppe in der Landsberger Straße.
(Bild: © Diana Bruhn)

Dass eine rein digitale Verkaufsstrecke für Autos im Internet nicht funktioniert, das weiß man bei Häusler in München schon eine ganze Weile. Häusler-Geschäftsführer Michael Rappl ist sich sicher: „Der Abschluss bei einem Autokauf geht zumindest aktuell noch immer mit einem persönlichen Kontakt einher, das kann keine Software und keine KI übernehmen.“ Deshalb konzentrieren sich die Verkaufsberater bei Häusler schon seit einiger Zeit wieder voll auf den klassischen Verkaufsprozess im Präsenzhandel. Die Bearbeitung digitaler Leads dagegen hat die Häusler-Führung aus dem Tätigkeitsprofil ihrer Neu- und Gebrauchtwagenverkäufer weitgehend gestrichen. Dafür ist seit September ein neues, dreiköpfiges Online-Team zuständig. Erst sobald ein Lead hochgradig qualifiziert ist und der Kunde zudem aus der Region kommt, landet der Kontakt beim zuständigen Verkaufsberater. Um die Leads effizienter bearbeiten und sie auf ihr Potenzial hin optimal analysieren zu können, aber auch, um den gesamten Verkaufsprozess transparenter zu machen, arbeitet Häusler jetzt mit einer CRM-Software von Salesforce. „Ein halbes Jahr lang haben wir uns Zeit genommen, um alle Teilprozesse zu durchleuchten und unseren Verkaufsprozess mit dem neuen Tool vollständig abbilden und unterstützen zu können“, sagt der Häusler-Chef. So dokumentiert das Programm die Erfüllung von Lead-Stornobedingungen ebenso wie Leasing-Vertragsstrecken bis hin zu den AGBs. „Nicht zuletzt können wir mit diesem Werkzeug auch unsere Leadquellen viel besser einschätzen als früher und damit entscheiden, welche Leads wir vielleicht künftig nicht mehr zukaufen brauchen oder wo wir andere Schwerpunkte setzen sollten.“ Die initialen Kosten für das Projekt bewegen sich laut Michael Rappl im sechsstelligen Bereich.