Hamburg plant „Innungswoche“

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Die Kfz-Innung will künftig noch stärker um neue Mitglieder werben. Denn die Mitgliedschaft lohnt sich, auch finanziell. Allein aufgrund des günstigeren Stromtarifs kann eine Menge gespart werden, wie Obermeister Holger Laß vorrechnet.

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Holger Laß, Obermeister der Kfz-Innung Hamburg.
Holger Laß, Obermeister der Kfz-Innung Hamburg.
(Foto: Zietz)

Die Kfz-Innung Hamburg trommelt stärker um Mitglieder. Im Rahmen der Innungsversammlung kündigte Obermeister Holger Laß eine „Innungswoche“ an, um neue Mitglieder zu gewinnen. Laß will Autohäuser und Werkstätten, die bislang nicht Mitglieder der Innung sind, gezielt ansprechen und sie auf die Vorteile der Mitgliedschaft in der Verbandsorganisation aufmerksam machen.

Und davon gibt es viele: So profitieren die Meisterbetriebe vom Austausch mit anderen Betrieben, erhalten für den betrieblichen Alltag wichtige Informationen und profitieren von günstigen Angeboten. Das zahlt sich in barer Münze aus, wie Laß aus seinem eigenen Betrieb berichten kann. Er verhandelte den Stromtarif für sein Autohaus über die Innung – dies verschaffte ihm neue Möglichkeiten in den Gesprächen. Am Ende erzielte er einen wesentlich besseren Vertrag und spart so rund 3.000 Euro im Jahr.

Den Tipp, Stromverträge für Autohäuser und Werkstätten über die Innung zu verhandeln, erhielt Laß von einem Berliner Kollegen. Das zeigt: Trotz allem Wettbewerb stimmt in der Verbandsorganisation der Austausch, man hilft sich gegenseitig.

Mitglieder profitieren zudem von den neuen Lehrgängen, die das Bildungszentrum der Hamburger Kfz-Innung anbietet. Sie werden regelmäßig an die betrieblichen Anforderungen angepasst, die sich durch neue Rahmenbedingungen verändern. Neu im Angebot ist beispielsweise ein Lehrgang, in dem die Teilnehmer erfahren, wie markenfremde Betriebe mit den Daten der Hersteller fachgerechte Reparaturen durchführen können – und das auf einem hohen Qualitätsniveau.

Denn die in den vergangenen Jahren zum Teil vorherrschende „Geiz-ist-geil“-Mentalität scheint bald der Vergangenheit anzugehören. Dies sind zumindest die Erfahrungen von Obermeister Laß aus seinem betrieblichen Alltag: „Die Kunden in Hamburg verlangen wieder Qualität und zahlen auch dafür.“ Um den Anforderungen der Weiterbildung gerecht zu werden, baut die Kfz-Innung Hamburg ein neues Bildungszentrum. Die Eröffnung ist für Mai 2017 geplant.

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