Hans Demant verlässt den Volkswagen-Konzern
Der Automanager und frühere Opel-Chef Hans Demant geht in den Ruhestand. In den letzten fünf Jahren hatte der 65-Jährige für den Volkswagen-Konzern am „Budget Car“ gearbeitet.

Der Automanager Hans Demant hat sich zum 1. Februar in den Ruhestand verabschiedet. Seit Oktober 2010 hatte Demant als Generalbevollmächtigter von Volkswagen die Koordination internationaler Projekte auf dem Aufgabenzettel. Davor war er viele Jahre für Opel und den Mutterkonzern General Motors (GM) tätig gewesen. Einen Nachfolger für Demant haben die Wolfsburger zunächst nicht benannt.
Hinter Demants Funktionsbezeichnung verbirgt sich vor allem die Entwicklung und Einführung eines günstigen VW-Modells, mit dem VW weltweit in Schwellenländern – insbesondere in Asien – punkten will. Die konkrete Umsetzung des Projekts zog sich allerdings immer länger hin. Nach den letzten Aussagen, von Ex-Konzernchef Martin Winterkorn im vergangenen Juni getroffen, soll eine Budget-Car-Familie ab dem Jahr 2018 auf den Markt kommen und zwischen 8.000 und 11.000 Euro kosten.
Bleibt es dabei, würden sich die zwei Kernprobleme des Projekts Billigauto erneut zeigen: der Preis und der sich immer weiter verzögernde Start. Ursprünglich hatte der Preisrahmen laut einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ bei 6.000 bis 8.000 Euro gelegen. Als Startzeitpunkt war früheren Medienberichten zufolge das Jahr 2016 geplant gewesen.
Vor seinen letzten Arbeitsjahren in Wolfsburg hatte Demant ausschließlich für GM gearbeitet. Seine berufliche Laufbahn begann der gebürtige Wiesbadener 1972 bei Opel. 1989 wurde ihm das Projektmanagement für den Corsa übertragen. 1997 übernahm er die technische Verantwortung für alle Kleinwagenprojekte von GM weltweit.
2001 wurde er zum Vice President Engineering von GM in Europa berufen. Drei Jahre später löste er Carl-Peter Forster als Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG ab. Den Posten hatte er bis Anfang 2010 inne, trat dann aber angesichts der wachsenden wirtschaftlichen Probleme der GM-Tochter zurück. Seinen Job übernahm der Sanierer Nick Reilly. Nach seinem Rücktritt überwachte Demand für acht Monate die weltweiten Produktrechte von GM, bis er nach Wolfsburg wechselte.
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