Cross-Border-Übernahme Hedin kauft die Torpedo-Gruppe

Von Julia Mauritz 3 min Lesedauer

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Der europaweit agierende Mobilitätskonzern Hedin Mobility Group hat mit der Torpedo-Gruppe erstmals eine deutsche Autohausgruppe erworben. Die Gründe für die Übernahme sind vielschichtig.

Paukenschlag im deutschen Händlernetz: Die Torpedo-Gruppe hat einen neuen Eigentümer.(Bild:  Martin Achter – VCG)
Paukenschlag im deutschen Händlernetz: Die Torpedo-Gruppe hat einen neuen Eigentümer.
(Bild: Martin Achter – VCG)

Die schwedische Hedin Mobility Group setzt ihre Shoppingtour fort. Zuletzt hatte der Mobilitätskonzern fast im Monatsrhythmus Händler in verschiedenen europäischen Ländern übernommen – jetzt hat Hedin mit der Torpedo-Gruppe (u. a. Mercedes-Benz, Smart, Hyundai) erstmals eine Autohausgruppe in Deutschland akquiriert. Bislang war Hedin hierzulande nach eigenen Angaben lediglich Betreiber des Dodge- und RAM-Betriebs KW-Autohaus in Bremerhaven.

Die Torpedo-Gruppe mit Hauptsitz in Kaiserslautern zählt zu den 100 größten Autohausgruppen in Deutschland. 2022 hat sie mit rund 1.260 Mitarbeitern 12.000 Neu- und Gebrauchtfahrzeuge verkauft und einen Umsatz von 526 Millionen Euro erwirtschaftet. An 21 Standorten in Brandenburg, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Baden-Württemberg vertritt das Familienunternehmen die Fabrikate Mercedes-Benz, Smart, Hyundai und Land Rover. Die Torpedo-Gruppe gehört zudem zu den Händlergruppen, die den Start der Chinamarke BYD in Deutschland mit vorantreiben. Hedin hatte den Import der Marke hierzulande im vergangenen Jahr übernommen – und dafür Kooperationen mit einigen großen Autohausgruppen vereinbart, etwa mit Senger, Reisacher, Sternauto und zuletzt Glinicke, aber eben auch mit der Torpedo-Gruppe.