Polizeifahrzeuge im Vergleich Heimatliebe hat beim Blaulicht ausgedient

Von sp-x 2 min Lesedauer

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Deutschlands Polizei fährt nur VW – und in Bayern BMW? Die französischen Flics setzen ausschließlich auf Peugeot oder Citroën? Ein Blick in die Regionen zeigt, dass diese Zuschreibung längst nicht mehr stimmt.

Die hessische Polizei fährt Skoda – immerhin sitzt der Importeur in Weiterstadt bei Darmstadt und damit in Hessen.(Bild:  Skoda)
Die hessische Polizei fährt Skoda – immerhin sitzt der Importeur in Weiterstadt bei Darmstadt und damit in Hessen.
(Bild: Skoda)

Europas Polizeiflotten werden internationaler und vielfältiger. Deutsche Behörden fahren längst nicht mehr nur „heimische“ Marken, französische Dienststellen rücken mit tschechischen oder italienischen Modellen aus. Die Internationalisierung der Einsatzflotten hat Gründe.

Hinter der Entwicklung zu immer bunteren Flotten stehen zentrale EU-Ausschreibungen. Und der Druck, Kosten, Sicherheit und CO2-Bilanz gleichzeitig zu optimieren. In der Regel werden Streifenwagen heute aus standardisierten Modulen aufgebaut, die je nach Ausschreibung „zusammengesteckt“ werden können. Das geht schnell, über Ländergrenzen hinweg und ist günstiger. Die nationalen oder regionalen Hersteller sind dadurch nicht mehr automatisch der erste Ansprechpartner für die Beschaffungsämter.

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Die Zahl grenzüberschreitender Beschaffungen wächst: Frankreich kaufte zuletzt Peugeot 5008 und 3008 PHEV in großer Stückzahl, bezieht parallel aber auch einige hundert Skoda-Modelle pro Jahr. Die niederländische Polizei setzte zuletzt auf 2.300 B-Klasse-Fahrzeuge und 600 Vito von Mercedes – umgerüstet jeweils im eigenen Land. Italien wiederum führt bei den Carabinieri 176 vollelektrische Jeep Avenger ein. Der kleine Crossover ist auch für sich genommen ein Beispiel für Internationalisierung: Er trägt ein amerikanisches Logo, wird in Polen gebaut und entstammt dem französisch dominierten Stellantis-Konzern.

Fünf aktuelle Beispiele für den internationalen Polizeiwagenaustausch:

  • 1. Hessen – Skoda Kodiaq: Das Streifen-SUV kommt mit Werks-Ausbau oder über die Vertragspartner. Zu den Umbauten zählen Signalanlage, Funk und ein Stauraum-Paket. Vorgesehen sind die Autos für den Alltagsdienst.
  • 2. Frankreich – Skoda Karoq, Kodiaq, Octavia, Scala und Enyaq: Parallel zu „Made in France“ orderten französische Behörden in den vergangenen Jahren in Summe tausende Skoda-Fahrzeuge.
  • 3. Italien – Jeep Avenger Electric für die Carabinieri: Die Carabinieri bekommen 176 vollelektrische Avenger in Sonderkonfiguration – zunächst für Rom, anschließend landesweit. E-Antrieb ist Serie, Funk-Integration und Blaulicht zählen zu den Anpassungen.
  • 4. Niederlande – Mercedes B-Klasse 220d & Vito: Ein landesweites Beschaffungsverfahren machte die B-Klasse (220d) zum Standard-Streifenwagen. Der Umbau findet im Land bei VDL/Terberg statt. Vorteil sollen kurze Wege und schnelle Wartung sein.
  • 5. Großbritannien – Ford Mustang Mach-E (Evaluierungsfahrzeuge): Mehrere Polizeikräfte testeten aktuell das Elektro-SUV Mustang Mach-E im „Blue light“-Trimm. Überzeugt der Crossover im Alltag, könnte die Beschaffung für die ganze Insel folgen.

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