Stuttgarter Herbstforum: Mehr Zusammenarbeit von Kfz-Handwerk und Politik

Von Holger Zietz 2 min Lesedauer

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Beim Herbstforum der Kfz-Innung Region Stuttgart stellte sich CDU-Politiker Manuel Hagel den Fragen und Anregungen der Mitglieder. Innung und Politik zeigten sich einig, zukünftig enger über die Themen der Kfz-Branche sprechen zu müssen.

Schätzen ihren Austausch (v. l.): Obermeister Thorsten Treiber; Manuel Hagel, CDU-Fraktionsvorsitzender Baden-Württemberg; Christian Reher, Geschäftsführer Innung Region Stuttgart; und Frank Schnierle, stellvertretender Obermeister der Stuttgarter.(Bild:  Zietz - VCG)
Schätzen ihren Austausch (v. l.): Obermeister Thorsten Treiber; Manuel Hagel, CDU-Fraktionsvorsitzender Baden-Württemberg; Christian Reher, Geschäftsführer Innung Region Stuttgart; und Frank Schnierle, stellvertretender Obermeister der Stuttgarter.
(Bild: Zietz - VCG)

Am vergangenen Wochenende fand in Filderstadt das Herbstforum der Innung Region Stuttgart statt, bei dem Vertreter des Kfz-Handwerks deutliche Forderungen an die Politik richteten. Manuel Hagel, Vorsitzender der CDU-Fraktion im baden-württembergischen Landtag, war eingeladen, um die Herausforderungen und Chancen in der aktuellen politischen Landschaft zu beleuchten.

Hagel appellierte an die Kfz-Innung und betonte die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft. „Lassen Sie uns gemeinsam überlegen“, forderte er und beschrieb die Lage in Baden-Württemberg als „im Auge des Sturmes“. Während weltweit große wirtschaftliche Veränderungen stattfinden, würde in Deutschland oft über Nebensächlichkeiten diskutiert, was, so Hagel, für ein zukunftsorientiertes Land nicht ausreichend sei.

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Forderung nach Bürokratieabbau

Ein zentrales Thema des Forums war der Erfindergeist der Menschen in Baden-Württemberg, den Hagel am Beispiel historischer Figuren wie Karl Benz, Gottlieb Daimler und Graf von Zeppelin veranschaulichte.

Um den Innovationsgeist weiterhin zu fördern, forderte die Kfz-Innung ihrerseits eine Reduzierung der Bürokratie, die auf Werkstätten und den Fahrzeughandel lastet. Obermeister Torsten Treiber sprach die übertriebenen Dokumentationspflichten an, die durch Gesetze wie das Lieferkettengesetz und Nachhaltigkeitsberichte entstehen. Diese Anforderungen belasteten die Betriebe merklich und schränkten deren Handlungsfreiheit ein.

Dialog zur Lösung von Herausforderungen

Um eine Entlastung zu schaffen, schlug Hagel vor, in die verschiedenen Verordnungen ein „Verfallsdatum“ aufzunehmen. Dies würde bedeuten, dass nach einer bestimmten Zeit eine Neubewertung der Regelungen erfolgen müsste, um deren Notwendigkeit zu begründen. Auch Christian Reher, Geschäftsführer der Innung, sprach sich für mehr Freiheiten für die Betriebe aus und wies auf die Notwendigkeit hin, rechtliche Rahmenbedingungen zu vereinfachen.

Gemeinsam mit Michael Ziegler, Präsident des Baden-Württembergischen Kfz-Gewerbes, betonte Hagel die Wichtigkeit des Dialogs mit der Politik. Er bot an, einmal im Jahr ein Arbeitsfrühstück zu veranstalten, bei dem Vertreter der CDU-Fraktion und des Kfz-Gewerbes in einem kurzen, konzentrierten Rahmen die wichtigsten Themen besprechen könnten.

Das jährlich stattfindende Herbstforum der Innung Region Stuttgart bietet seit 1984 eine Plattform für fachliche Informationen und den Austausch unter den Mitgliedern. Die Veranstaltung ist eine wertvolle Gelegenheit, um die Anliegen der Branche in den politischen Diskurs einzubringen und gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.

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