Herbstforum Stuttgart Kfz-Gewerbe drängt auf verlässliche Rahmenbedingungen

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Die Politik muss schneller handeln, wenn sie die Unternehmen stützen will, so forderte die Kfz-Innung Stuttgart bei ihrem Herbstforum. Die Transformation der Automobilbranche leide vor allem auch unter der Bürokratie des Landes.

Herbstforum in Stuttgart (v.l.): Frank Schnierle (stv. Obermeister), Torsten Treiber (Obermeister), Christina Stumpp (stellvertretende CDU-Generalsekretärin) und Christian Reher (Innungsgeschäftsführer)(Bild:  Wolfgang List)
Herbstforum in Stuttgart (v.l.): Frank Schnierle (stv. Obermeister), Torsten Treiber (Obermeister), Christina Stumpp (stellvertretende CDU-Generalsekretärin) und Christian Reher (Innungsgeschäftsführer)
(Bild: Wolfgang List)

Mehr als 250 Gäste aus Mitgliedsbetrieben, Handwerksorganisationen und beruflichen Schulen haben am diesjährigen Herbstforum der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart in der Musikhalle Ludwigsburg teilgenommen. Die seit über 40 Jahren etablierte Veranstaltung bot ein Programm zu politischen, wirtschaftlichen und technologischen Zukunftsfragen des Kfz-Gewerbes.

Als Ehrengast skizzierte Christina Stumpp, Mitglied des Deutschen Bundestages und stellvertretende Generalsekretärin der CDU, die aktuellen Herausforderungen aus Sicht der Bundespolitik. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands bezeichnete sie als „Herz unseres Landes“, das Pflege benötige, um Wachstum und Fortschritt zu sichern. Mit Blick auf die Transformation der Automobilindustrie warnte sie vor einem unkontrollierten Strukturwandel in Baden-Württemberg, betonte aber gleichzeitig: „Stuttgart wird kein zweites Detroit. Baden-Württemberg ist und bleibt das Land der Tüftler.“

In der Debatte um ein mögliches Verbrenner-Aus ab 2035 erinnerte Stumpp daran, dass auch über dieses Datum hinaus weltweit Millionen Fahrzeuge mit fossilen Antrieben unterwegs sein werden. „Das Verbrenner-Aus war immer eine politische Entscheidung. Die CDU steht für eine technologieoffene Politik – der Markt soll entscheiden.“

Gesetze abschaffen, wenn sie überflüssig sind

Von Seiten der Innung stehen der Ruf nach spürbaren Entlastungen im Mittelpunkt. Obermeister Torsten Treiber fordert einen konsequenten und überprüfbaren Bürokratieabbau: „Gesetze und Verordnungen müssen regelmäßig überprüft und abgeschafft werden, wenn sie nicht notwendig sind – und das unverzüglich.“

Die wachsende Regulierung führt zu einer „unternehmensfeindlichen Umgebung“. Stellvertretender Obermeister Frank Schnierle verwies darauf, dass viele Betriebe durch immer neue Pflichten stark belastet würden und dadurch weniger Zeit für ihr Kerngeschäft hätten. In einigen Kommunen ist zudem eine zunehmende „Autofeindlichkeit“ zu beobachten: „Wir müssen wieder ins Machen und Anpacken kommen.“ Geschäftsführer Christian Reher plädierte für schnellere Entscheidungen in Politik und Verwaltung: „Entscheidungen müssten schneller getroffen und Verfahren deutlich beschleunigt werden. Wir müssen ins Laufen kommen.“

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