EU-Verordnung Hersteller sollten Label für Pkw-EnVKV mitliefern

Von Doris S. Pfaff 3 min Lesedauer

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Wegen der Kennzeichnungspflicht von Neuwagen warb der ZDK in Brüssel erneut um praxisnahe Lösungen. Autohersteller sollten direkt die Label mitliefern und so ihre Händler vor Kosten und Abmahnungen schützen. EU-Vertreter zeigten Verständnis.

Das Pkw-Labeling verursacht  im Autohaus pro Fahrzeug und Antrieb zwischen rund vier bis fünf Euro, errechnete der ZDK.(Bild:  Silke Reents)
Das Pkw-Labeling verursacht im Autohaus pro Fahrzeug und Antrieb zwischen rund vier bis fünf Euro, errechnete der ZDK.
(Bild: Silke Reents)

Die anhaltende Belastung der Autohändler durch die Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV) bleibt nach Einschätzung des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) weiterhin nicht akzeptabel. Der Verband hat das Thema deshalb erneut in Brüssel eingebracht und fordert, dass die Verantwortung für die korrekte Labeling der Neuwagen künftig beim Hersteller und nicht beim Handel liegen soll.

Hersteller sollen selbst Label anbringen

Seit Inkrafttreten der Verordnung im Jahr 2011 sind Händler verpflichtet, an zum Verkauf stehenden Neuwagen detaillierte Angaben zu Kraftstoff- und Energieverbrauch zu machen. Die Regelung sorgt seitdem für anhaltende Rechtsunsicherheit, da unterschiedliche Auslegungsfragen – etwa der Zeitpunkt der Kennzeichnung für angelieferte, aber noch nicht verkaufsbereite Fahrzeuge – weiterhin ungeklärt sind. Trotz einer Anpassung der Verordnung im Jahr 2024 wurden die erhofften Klarstellungen nicht erreicht und das Problem nur minimal entschärft.