Herstellermarkierte Reifen: Freigegeben vom Rallyegott

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Immer mehr Autohersteller, vor allem die Premiummarken, verwenden modellspezifische Reifen für ihre Autos. Im Extremfall entwickeln sie sogar völlig neue Reifendimensionen. Was bieten diese OE-Gummis für Vorteile?

In die Reifenfreigabe bei Porsche ist sogar Rallye-Legende Walter Röhrl eingebunden.
In die Reifenfreigabe bei Porsche ist sogar Rallye-Legende Walter Röhrl eingebunden.
(Bild: Porsche)

Manch ein Reifenverantwortlicher aus dem Autohandel dürfte mit Neid auf die Motorradkollegen schauen. Denn bei vielen Zweirädern gilt noch eine Reifenbindung: Wegen des diffizilen Fahrverhaltens, das sehr viel stärker von den Reifeneigenschaften beeinflusst wird, als es bei Autos der Fall ist, dürfen bei einer großen Zahl von Modellen nur Pneus verwendet werden, die der Fahrzeughersteller oder der Reifenproduzent getestet und freigegeben hat. Diesen Aufwand leisten sich nur die großen Reifenkonzerne, weswegen Billigproduzenten auf dem Motorradmarkt bislang nicht Fuß fassen konnten.

Bei den Vierrädern ist das anders, wie jeder weiß. Wenn ein Reifen mit seiner Geometrie, Traglast und Maximalgeschwindigkeit aufs Auto passt, darf man ihn verwenden – ganz egal, wie schlecht er ist.