Hilfen für die Wahl des richtigen Motoröls
Motoröl ist inzwischen ein Konstruktionsbestandteil des Autos. Entsprechend exakt sind die Vorgaben der Hersteller, denn falsches Öl kann den Motor schädigen. Deshalb: Jeder Wartung geht die Information voran.
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Oft sind Autofahrer verunsichert: Sie vergleichen Viskositätsklassen fälschlicherweise mit Hersteller-Freigaben, mischen Schmierstoffe unterschiedlicher Qualitätsstufen miteinander und lagern Motoröle falsch. Über 99 Prozent dieser Fragen können die Experten des technischen Kundendiensts von Castrol unmittelbar lösen.
Mehr als die Hälfte aller Anfragen an Castrol drehen sich laut dem Hamburger Unternehmen um die Suche nach dem richtigen Schmierstoff. Dabei ist die Viskositätsklasse für die Mehrzahl der Autofahrer das alles entscheidende Kriterium. Nicht ganz zu unrecht, denn die Fließfähigkeit des Motorenöls ist ein wichtiger Indikator. Jedoch nicht der einzige. Verschiedene Additive und Grundöle sind weitere entscheidende Faktoren.
Herstellerfreigabe entscheidet
„Entscheidend ist letztlich und ganz allein die Freigabe des Herstellers“, erklärt Thomas Griebel, Technischer Leiter von Castrol. Im modernen Fahrzeugbau sei das Öl längst zu einem Konstruktionselement geworden. Castrol arbeitet deshalb mit Automobilherstellern eng in der Entwicklung neuer Motoren zusammen, um ein bestens abgestimmtes Öl bereitstellen zu können.
„Somit kann ein klassisches 5W-30-Öl zwar die richtige Viskositätsklasse für einen bestimmten Motor haben, muss jedoch nicht zwangsläufig alle Vorgaben des Herstellers erfüllen. Und wer das falsche Motorenöl nutzt, verliert unter Umständen seine Garantieansprüche und riskiert Motorschäden“, erläutert Griebel.
Somit ist ein Blick in die Betriebsanleitung des Fahrzeugs unerlässlich, rät Castrol. Dort sind die Freigaben festgehalten, die sich auch auf den Gebinden der entsprechenden Produkte wiederfinden. Wie wichtig der Blick in die Betriebsanleitung ist, zeigt beispielsweise der Fiat 500. Auch wenn der Kleinwagen von einem Ottomotor angetrieben wird, ist das Castrol EDGE Turbo Diesel SAE 5W-40 das passende Produkt, denn es erfüllt die Herstellerfreigabe für dieses Aggregat, so die Schmierstoffexperten. Das passende Öl für nahezu alle Fabrikate und Modelle finden Autofahrer im Schmierindex von Castrol.
Mischbarkeit von Schmierstoffen
Es ist bekannt, dass nur wenige Autofahrer regelmäßig den Ölstand ihres Fahrzeugs prüfen. Leuchtet dann doch die Kontrolllampe auf, stellt sich die Frage nach dem passenden Nachfüllöl. Das Mischen von Ölen unterschiedlicher Qualität ist zwar technisch möglich, verursacht jedoch einen negativen Effekt auf die Gesamtleistungsfähigkeit, so Castrol.
Auch bei Nachfüllölen sei die Hersteller-Freigabe die alles entscheidende Größe. Trotzdem gilt: Bei einem Füllstand unter der Minimum-Markierung ist das Nachfüllen von Motorenöl mit niedrigerer Qualität als vorgeschrieben immer noch besser als die Fortsetzung der Fahrt mit deutlich zu wenig Öl. Das gilt selbst für mineralölbasische Öle als Ergänzung zu Vollsynthese-Leichtlaufölen.
Lagerung und Haltbarkeit
Das auf der Packung aufgedruckte Datum bezeichnet den Tag der Abfüllung und gibt somit Aufschluss darüber, wie lange das Öl schon tatsächlich lagert. In der ungeöffneten Original-Verpackung sind Motoröle bei sachgemäßer Lagerung laut Castrol bis zu fünf Jahre haltbar. Danach spricht hauptsächlich der technische Fortschritt gegen eine weitere Nutzung. „Parallel zur Motorenentwicklung unterliegen natürlich auch die Schmierstoffe einem ständigen Optimierungsprozess. Deshalb sollten Autofahrer nach einigen Jahren lieber auf die nächste Motorenöl-Produktgeneration zurückgreifen“, erklärt Griebel.
Schmierstoffe in angebrochenen Verpackungen sollten spätestens sechs Monate nach dem Öffnen der Packung fachgerecht entsorgt werden. Grundsätzlich wird eine frostfreie Lagerung in geschlossenen Räumen bei möglichst gleichbleibender Temperatur empfohlen. Bei starken Temperaturschwankungen und hoher Luftfeuchtigkeit kann es durch die „Atmung“ der Gebinde zur Aufnahme von Feuchtigkeit kommen, denn die Verpackungen sind zwar „flüssigkeitsdicht“, aber nicht „gasdicht“. Zudem können bei lang anhaltender direkter Sonneneinstrahlung durch das UV-Licht Schmierstoffe in Kunststoffgebinden altern.
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