HJS: Erfolgsgeschichte im Sauerland

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Für HJS gibt es im Jahr 2007 einige Gründe zum Feiern. Nach dem 60. Geburtstag von Geschäftsführer Hermann J. Schulte beging das Unternehmen am 31. Mai den 30. Jahrestag seiner Gründung.

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Für den Mendener Partikelfilter-Spezialisten HJS gibt es im Jahr 2007 einige Gründe zum Feiern. Nach dem 60. Geburtstag von Gründer und Geschäftsführer Hermann J. Schulte und dem lang erwarteten Beginn der Filterförderung im April beging das Unternehmen am 31. Mai den 30. Jahrestag seiner Gründung.

Zudem erwartet Schulte in diesem Jahr erstmals über 100 Millionen Euro Umsatz. Der aktuelle Boom der Dieselpartikelfilter kam für das Unternehmen keinen Tag zu früh. Schulte: „Wir haben vier bis fünf Jahre auf die Förderung gewartet. Dass wir das überstanden haben, verdanken wir nicht zuletzt unserem Kunden VW.“ Die Wolfsburger hielten sich an ihren Abnahmevertrag mit HJS und kauften Filter auch in der Zeit, als es noch keine staatliche Förderung und demnach keine Nachfrage vom Markt gab.

Fast 200 neue Arbeitsplätze

Mittlerweile ist der Bedarf so hoch, dass der Mittelständler HJS seine Belegschaft in den letzten 15 Monaten um nahezu 200 auf 500 Köpfe aufstocken musste. Die Kapazität der Fertigungsanlagen in Menden beträgt etwa 250 000 Einheiten im Jahr.

Neben Filtern für den Pkw-Nachrüstmarkt produziert das sauerländische Unternehmen über seine Tochterfirma DES (Diesel Exhaust Systems) Abgastechnik für Nutzfahrzeuge, Baumaschinen und Stationäraggregate. DES liefert sowohl in die Erstausrüstung als auch in den Aftermarket.

Filterentwicklung seit 1991

Zu Beginn seiner Firmengeschichte lieferte HJS konfektionierte Einzelteile für Abgasanlagen an die Autohersteller. Schnell baute Hermann J. Schulte dann eigene Entwicklungskapazitäten auf und stellte 1982 den ersten Katalysator für Ottomotoren vor. Seit 1991 arbeiten die Mendener Ingenieure am Dieselpartikelfilter.

Der Rußfänger aus Sintermetall ist die herausragende Entwicklungsleistung des Unternehmens. Schulte wurde für diese Konstruktion bereits 2003 von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet. Außerdem gehört das Unternehmen zu den „365 Orten im Land der Ideen“, die die Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ im Jahr 2006 ausgewählt hat. Die neueste Umwelttechnik von HJS ist SCRT, die neben den Partikeln auch die Stickoxide im Dieselabgas bekämpft.

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