Betriebsschließung Hofbauer macht nach 100 Jahren Opel-Vertrieb zu

Von Jens Rehberg

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Corona hat dem Passauer Traditionsbetrieb das Leben immer schwerer gemacht. Aber auch Stellantis hat dazu beigetragen, dass ein Unternehmer nach 101 Jahren einen Schlussstrich unter die Partnerschaft mit Rüsselsheim zieht.

Sitz der Franz Hofbauer Automobile GmbH & Co. KG in der Neuburger Straße in Passau.(Bild:  (c) www.chphotography.de)
Sitz der Franz Hofbauer Automobile GmbH & Co. KG in der Neuburger Straße in Passau.
(Bild: (c) www.chphotography.de)

Die Anzahl an Opel-Exklusivpartnern im Händlernetz mit dem Blitz ist offenbar so gering, dass Rüsselsheim sich auf Anfrage nicht traut, deren genaue Zahl zu nennen. „Ich habe den Opel-Blitz eingebrannt“, sagte Franz Hofbauer jun. unlängst der „Passauer Neuen Presse“. Er ist einer der Autohändler, die noch immer allein das Rüsselsheimer Fabrikat vermarkten und auch in für die Marke sehr schwierigen Zeiten keine zusätzlichen Vertriebsverträge zeichneten.

Die Schere zwischen „gravierend wachsenden Kosten“ und den tatsächlich erwirtschafteten Erlösen gehe auch im Autohandel immer weiter auseinander, so der Unternehmer. Daher seien künftig nur wenige große Händler mit vielen Filialbetrieben überlebensfähig. Das Team von Automobile Hofbauer mit zwei Standorten in Passau und Regen verkaufte zuletzt nach Angaben des Inhabers jährlich rund 500 neue Opel und eine ähnlich hohe Zahl an Gebrauchtfahrzeugen.