Innung Unterfranken Hohe Auszeichnung für Ex-Bundesinnungsmeister Walter Stoy

Von Holger Zietz

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Über Jahrzehnte hat Walter Stoy ehrenamtlich für das Kfz-Gewerbe gearbeitet. Dafür hat der frühere Bundesinnungsmeister nun eine hohe Würdigung erfahren. Den Rahmen dafür gab die Jahrestagung der Innung Unterfranken – die das Erbe Stoys in seinem Sinne weiterführt.

Goldene Ehrennadel für Walter Stoy: Der heute 87-Jährige hat sich viele Jahrzehnte für das Kfz-Gewerbe eingesetzt, unter anderem war er selbst Obermeister der Innung Unterfranken und von 1990 bis 2002 Bundesinnungsmeister.(Bild:  Zietz – »kfz-betrieb«)
Goldene Ehrennadel für Walter Stoy: Der heute 87-Jährige hat sich viele Jahrzehnte für das Kfz-Gewerbe eingesetzt, unter anderem war er selbst Obermeister der Innung Unterfranken und von 1990 bis 2002 Bundesinnungsmeister.
(Bild: Zietz – »kfz-betrieb«)

Der langjährige frühere Bundesinnungsmeister und Nissan-Händler Walter Stoy hat im Rahmen der Innungsversammlung des Kfz-Gewerbes Unterfranken die goldene Ehrennadel des Landesverbands Bayern erhalten. Neben der Würdigung früherer Verdienste stellte Obermeister Roland Hoier zugleich die aktuellen Erfolge der Innungsarbeit mit leicht steigenden Mitglieder- und Azubizahlen in den Mittelpunkt.

Zunächst aber überbrachte Albert Vetterl, Präsident des bayerischen Kfz-Landesverbands, Walter Stoy die höchste Auszeichnung des Verbands. Einstimmig hatte der Vorstand für die Verleihung der goldenen Ehrennadel an den ehemaligen Bundesinnungsmeister gestimmt. „Diese Auszeichnung gibt es aktuell nur zweimal in Bayern“, erklärte Vetterl.

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In seiner Laudatio blickte Vetterl auf die vielen Ehrenämter zurück, die Stoy national, regional und markenspezifisch ausübte. So war er Obermeister der Innung Unterfranken, Vorsitzender des Berufsbildungausschusses im ZDK und von 1990 bis 2002 Bundesinnungsmeister. „Er hat sich um das Gewerbe mehr als nur verdient gemacht“, beschrieb Vetterl den Einsatz des inzwischen 87-Jährigen. Mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse wurde er bereits 2003 ausgezeichnet. Die ZDK-Ehrennadel in Gold trägt Stoy seit 1972.

Den Vorsitz im Berufsbildungsausschuss des ZDK hatte Stoy von 1982 bis 1990 inne. Zum Einsatz für das Kfz-Gewerbe kam das Engagement im deutschen Handwerk und im Nissan-Händlerverband hinzu. Ebenso augenzwinkernd wie bewegt nahm Stoy diese für ihn unerwartete Auszeichnung entgegen. „Keine lange Rede von einem alten Mann“, sagte Stoy, „aber danke!“ Durchaus erwähnenswert: Viele der anwesenden Kfz-Meister tragen die Unterschrift Stoys auf ihren Meisterbriefen und führen erfolgreich ihre Betriebe.

Blick auf die aktuelle Lage

Die Innung Unterfranken in Würzburg hat wie das gesamte Gewerbe seit zwei Jahren unter den Corona-Wellen zu leiden. Auch am Main zeigt sich, wie wichtig eine starke Vertretung ist, die mit ihren Verordnungen den Mitgliedsbetrieben den Weg durch die Krise weist. Obermeister Hoier sprach dem bayerischen Landesverband seinen großen Dank aus. Die Informationen und Hilfen in der Krise hätten den Betrieben geholfen; die Innung habe viele positive Rückmeldungen aus den Betrieben erhalten.

Die Mitgliederzahl der Innung ist trotz des schwierigen Umfelds leicht gestiegen – mittlerweile sind 818 Betriebe in Unterfranken in der Innung organisiert. Auch die Azubizahlen steigen leicht an. Zur Winterprüfung 2021 waren es 321 Azubis – für die Prüfung in diesem Herbst erwarten die Würzburger wiederum eine Steigerung der Abschlusszahlen.

Wolfgang Michel, Chefredakteur des Verbandsorgans »kfz-betrieb«, erläuterte seine Sicht der Zukunft im Kfz-Gewerbe. In seinem Vortrag warb er für den individuellen Weg der Autohäuser und Werkstätten. Seit 100 Jahren gebe es das Kfz-Gewerbe, und es werde auch in Zukunft existieren, erklärte Michel. Gleichzeitig verändere sich die Branche immer wieder, wie die letzten 100 Jahre bereits gezeigt hätten. Ein Beispiel seien die stark verlängerten Wartungsintervalle – nur wer sich darauf in der Werkstatt einstellte, konnte überleben.

Die Zukunft sieht Michel eindeutig im Werkstatt- und Gebrauchtwagengeschäft. Die Hersteller verabschiedeten sich gerade von den großen Verkaufsräumen, machte Michel deutlich – die bisherigen Investitionen der Autohändler interessierten nicht mehr, wie das Beispiel Ford eindrücklich vor Augen führe. „Suchen Sie Ihren individuellen Weg ohne Investitionen in Glaspaläste“, empfahl Michel den Unternehmern.

Einen Termin schrieb Hoier den Anwesenden bereits in den Kalender: das Jahresforum 2022, das in den vergangenen beiden Jahren wegen Corona ausgefallen war. Es findet am 29. September statt – einige Betriebe nutzten das Jahresforum sogar als Betriebsausflug. „Eine tolle Lösung“, warb Hoier.

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