Hohe Investitionen schmälern den Skoda-Gewinn
Mit 30 Neuvorstellungen bis Ende des Jahres 2022 hat sich Skoda große Aufgaben vorgenommen. Das kostet schon jetzt Geld, weswegen der Jahresüberschuss 2018 bei steigenden Absatzzahlen geringer ausfiel als im Jahr zuvor. Daneben belasten weitere Faktoren den Gewinn.

Skoda hat die positive Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit mit einem weiteren Rekordjahr gekrönt. Wie die Volkswagen-Konzerntochter am Mittwoch in Mlada Boleslav mitteilte, sind die Fahrzeugauslieferungen und der Umsatz im vergangenen Jahr im Vergleich zum Jahr 2017 um 4,4 Prozent gestiegen. Der operative Gewinn sank dennoch um fast 15 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro, die Rendite fiel von 9,7 auf 8,0 Prozent.
Mit 1.253.700 Fahrzeugauslieferungen hat Skoda im Jahr 2018 erneut eine Bestmarke gesetzt (+4,4 %). Dabei stiegen die Verkäufe im wichtigsten Einzelmarkt China (+4,6 %) trotz einer dort kriselnden Automobilkonjunktur sogar noch stärker an als im Rest der Welt (+4,3 %). Aus Sicht von Skoda-Chef Bernhard Maier zeigen die Zahlen, dass „die Skoda- Produktoffensive greift, die Modelle kommen bei unseren Kunden sehr gut an“.
Die Rückgänge beim Gewinn und der Rendite führte Maier auf negative Wechselkurseffekte, gestiegene Personalkosten und hohe Investitionen für die Zukunft zurück. Gleichzeitig sei 2018 für Skoda insofern herausfordernd verlaufen, da man im Volkswagen-Konzern die Regionalsteuerung für Indien und Russland, die Entwicklung und Produktion der Passat-Familie am Standort Kvasiny und den Ausbau der Fertigungskapazitäten in einem Mehrmarkenwerk übernommen habe.
Skoda steigerte die Gesamtinvestitionen um 22 Prozent auf knapp 900 Millionen Euro. Allein 500 Millionen Euro flossen in die Anlagen und Werke in der Tschechischen Republik. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung hatte der Autobauer im laufenden Jahr um fast 50 Prozent aufgestockt.
Dabei treibt Skoda die Entwicklung und Einführung neuer Produkte und Baureihen voran. In den nächsten vier Jahren wollen die Tschechen zwei Milliarden Euro in E-Mobilität und neue Mobilitätsdienste investieren. Bis Ende 2022 wird der Automobilhersteller über 30 neue Modelle vorstellen, mehr als zehn davon teilweise oder vollständig elektrifiziert.
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