Honda: Potenzial der Händler ausschöpfen

Autor / Redakteur: Silvia Lulei / Silvia Lulei

Honda Motor Europe (North) arbeitet an einem Gebrauchtwagenprogramm, das noch Ende des Jahres bei sechs Händlern getestet wird.

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Ab 2008 wird auch Honda ein Gebrauchtwagenprogramm haben. Derzeit arbeitet der Importeur Honda Motor Europe (North) mit Hochdruck an dem Programm, das im vierten Quartal diesen Jahres bei sechs Honda-Händlern in die Pilotphase geht.

Händler testen GW-Programm

Drei Monate lang testen dann diese sechs Händler das Programm und können gegebenenfalls noch Verbesserungsvorschläge einbringen. Das ist die Bewährungsprobe für den Geschäftsbereich, von dem sich die Importmarke reichlich Ertrag erwartet. Ingo Nyhues, Vertriebsleiter Automobile, erklärt: „Das Gebrauchtwagengeschäft war bislang nicht unser Spezialgebiet, sondern eher ein unproblematischer Geschäftsbereich, der viel Potenzial bietet.“

Dieses Potenzial will man ausschöpfen. Denn Honda will in Deutschland weiter wachsen – mit neuen Modellen und Zuwächsen im Flottengeschäft, das momentan einen Anteil von 15% am Gesamtabsatz hat und auf 20% anwachsen soll. Elmar Paltian, Vizepräsident von Honda Motor Europe (North), schränkt jedoch von vorne herein ein: „Wir wollen nicht über ein expansives Flottengeschäft wachsen. Unsere Restwerte sollen stabil bleiben.“

Das Gebrauchtwagenprogramm soll mehr sein als nur ein schickes Logo. Nyhues denkt neben der Marketingunterstützung an ein professionelles Gebrauchtwagenmanagement, attraktive Angebote in Sachen Finanzierung und Leasing sowie eine Mobilitätsgarantie. Die Rahmenbedingungen dafür stünden bereits fest. Anregungen für das Gebrauchtwagenprogramm haben sich die deutschen Honda-Manager von ihren Kollegen aus dem Ausland geholt. Dort gibt es teilweise schon Gebrauchtwagenprogramme, von deren Inhalte und Erfahrungen man profitieren könne.

Leitfaden für GW-Geschäft

Auf jeden Fall wird es für die deutschen Honda-Händler einen Leitfaden für das Gebrauchtwagengeschäft geben. Darin sind alle wesentlichen Punkte festgehalten, ohne den individuellen Spielraum des einzelnen Händlers zu stark einzugrenzen. „Unsere Partner sind unterschiedlich ausgestattet und auch die Kunden sind von Region zu Region unterschiedlich“, erläutert Paltian. „Daher haben wir keine fixen Standards entwickelt, sondern einen allgemeinen Leitfaden. Schließlich hat noch nie ein Standard ein Auto verkauft oder eine Beziehung zum Kunden aufgebaut.“ Oberstes Ziel ist, dass die Händler das Programm zügig und „ohne riesige Investitionen“, so Nyhues, umsetzen können.

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