Honda „Die Liefersituation ist aktuell sehr instabil“

Von Julia Mauritz 5 min Lesedauer

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Den Honda-Händlern stehen herausfordernde Monate bevor. Bis Ende 2023 kommen zwar fünf Modellneuheiten, aber es hakt massiv an der Lieferfähigkeit. Der neue Civic ist nicht bestellbar. Honda-Deutschland-General Manager Holger Obst erläutert das Dilemma.

Holger M. Obst, General Manager Automotive bei Honda Deutschland, sieht die japanische Marke hierzulande ab 2024 wieder auf Wachstumskurs.(Bild:  Honda)
Holger M. Obst, General Manager Automotive bei Honda Deutschland, sieht die japanische Marke hierzulande ab 2024 wieder auf Wachstumskurs.
(Bild: Honda)

Redaktion: Mit gut 7.900 Einheiten lagen die Honda-Neuzulassungen 2022 knapp unter dem Vorjahresniveau. Wie bewerten Sie dieses Ergebnis?

Holger Obst: Ich würde sagen zwiegespalten. Als Kernpunkte hatten wir uns für 2022 vorgenommen, zwei wichtige Modelle einzuführen, die den Abschluss der Elektrifizierung unsere Modellplatte darstellen: den HR-V Hybrid und den Civic Hybrid. Positiv ist, dass beide Modelle sehr gut von den Kunden aufgenommen worden sind. Der HR-V, den wir Anfang des vergangenen Jahres vorgestellt haben, ist mittlerweile unser verkaufsstärkstes Modell. Und die elfte Civic-Generation, die wir im Oktober eingeführt haben, hat unsere Verkaufserwartungen deutlich übertroffen. Das hat es uns ermöglicht, die Kaufvertragseingänge gegenüber 2021 deutlich zu steigern. Damit kommen wir zum Aber: Wir waren davon ausgegangen, dass sich die Halbleiterverfügbarkeit im Laufe des Jahres 2022 entspannt und die Lieferketten wieder stabiler werden. Beides hat nicht stattgefunden. Folglich spiegelt sich die positive Entwicklung der Kaufvertragseingänge nicht in einer positiven Entwicklung der Neuzulassungen wider.