Die großen Autohändler Deutschlands 2023 HW-Gruppe: Synergien besser nutzen

Von Silvia Lulei 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Ingolstädter HW-Gruppe trennt sich 2024 von den Marken VW und Porsche und konzentriert sich auf das Geschäft mit BMW und Mini. So könnten Synergien besser ausgeschöpft werden.

Im Gebrauchtwagenzentrum Ostbayern der HW-Gruppe lief das Geschäft im vergangenen Jahr besonders gut.(Bild:  Autohaus Hofmann)
Im Gebrauchtwagenzentrum Ostbayern der HW-Gruppe lief das Geschäft im vergangenen Jahr besonders gut.
(Bild: Autohaus Hofmann)

Von den vier Logos, die auf dieser Seite oben links zu sehen sind, werden ab nächstem Jahr nur noch zwei übrig bleiben: Die HW (Hofmann & Wittmann)-Gruppe trennt sich 2024 von den Marken VW und Porsche. Während andere Autohandelsgruppen durch ein breites Markenportfolio glänzen wollen, geht die HW-Gruppe den umgekehrten Weg: In der Konzen­tration liegt die Stärke des Unternehmens. Ab dem nächsten Jahr sind an sieben Standorten ausschließlich die Marken BMW und Mini vertreten. „Wir sehen unsere Wachstumsstrategie bei BMW und Mini“, erklärt Florian Hofmann, Geschäftsführer Sales & Marketing. Aus seiner Sicht mache es nur dann Sinn, eine Marke zu führen, wenn diese an mehreren Standorten präsent ist. Dadurch würden Synergien entstehen, von denen die gesamte Unternehmensgruppe profitiert. Im Kosmos der HW-Gruppe wirkten VW und Porsche so betrachtet eher wie Solitäre; insofern sind das VW- und das Porsche-Zentrum in Ingolstadt künftig bei der Auto-Scholz-Gruppe gut aufgehoben.

Bildergalerie

Synergien zeigen sich überall dort, wo man auf erprobte Prozesse und eine routinierte Praxis zurückgreifen kann. Ein Beispiel dafür ist die Art und Weise, wie Übernahmen gestaltet werden; wie etwa, als im Juli das BMW-Autohaus Langer in Mertingen zur HW-Gruppe gestoßen ist. In jeder Fachabteilung der HW-Gruppe gibt es sogenannte Mentoren, die nach einer Übernahme die Mitarbeiter des noch fremden Unternehmens mit den Werten, Prozessen und Systemen der Gruppe vertraut machen. Idealerweise läuft das Mentoring so ab, dass die Mitarbeiter vor Ort ohne Unterbrechung für die Kunden da sein können. Beim Autohaus Langer sei das geglückt, lobt Florian Hofmann die versierten Mentoren.