Neue Hybride Hybrid allein ist noch keine Alternative

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Während die meisten Hersteller auf E-Autos setzen, halten die Japaner am Vollhybrid fest. Mit dem Mazda MX-30 R-EV und dem Suzuki S-Cross Dualjet Hybrid sind in letzter Zeit zwei interessante Neulinge mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften auf den Markt gekommen.

Künstlerische Darstellung des Antriebsstrangs im Mazda MX-30 R-EV: rechts der Wankelmotor, mittig der Generator und links der Elektromotor, der die Räder antreibt(Bild:  Mazda)
Künstlerische Darstellung des Antriebsstrangs im Mazda MX-30 R-EV: rechts der Wankelmotor, mittig der Generator und links der Elektromotor, der die Räder antreibt
(Bild: Mazda)

Mit dem neuen Mazda MX-30 R-EV hat Mazda nach zehn Jahren Pause seine markenprägende Liaison mit dem Wankelmotor wieder aufleben lassen: Auf Basis des 2020 vorgestellten Elektroautos MX-30 haben die Japaner einen Plug-in-Hybrid verwirklicht, dessen verbrennungsmotorischer Zweig aus einem Einscheiben-Wankelmotor besteht. Der elektrische Zweig des Antriebs basiert auf dem MX-30. Der E-Motor ist allerdings auf 125 kW/170 PS erstarkt und liefert ein Drehmoment von 260 Newtonmetern. Für einen Plug-in-Hybrid sind das beachtliche Werte, die deutlich machen, dass das batterieelektrische Fahren im Mittelpunkt stehen soll.

Doch wie sieht es im Hybridmodus aus? Hier kann der MX-30 R-EV nicht ganz so überzeugen. So leise, wie man angesichts des Wankel-Bauprinzips ohne hin- und hergehende Teile annehmen könnte, ist die Maschine nicht. Auf das Fahrgefühl hat der Verbrennungsmotor aber keinen Einfluss, denn den Antrieb der Räder übernimmt weiterhin ausschließlich die E-Maschine. Schaltrucke oder Schwankungen im Drehmomentverlauf wie bei den parallel arbeitenden Plug-in-Antrieben europäischer Marken kennt der Japaner nicht.