Gefahren Hyundai geht mit dem Staria auf Gewerbekunden-Jagd

Von Yvonne Simon 3 min Lesedauer

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Hyundai bietet den futuristisch anmutenden Van Staria seit Kurzem als Neunsitzer an. Im Gegensatz zum luxuriösen Siebensitzer wollen die Koreaner damit verstärkt bei Gewerbekunden landen.

Den Hyundai Staria gibt es jetzt auch als Neunsitzer (r.). Links daneben steht der Siebensitzer, der sich äußerlich durch den (noch) auffälligeren Kühlergrill abhebt.(Bild:  Simon – VCG)
Den Hyundai Staria gibt es jetzt auch als Neunsitzer (r.). Links daneben steht der Siebensitzer, der sich äußerlich durch den (noch) auffälligeren Kühlergrill abhebt.
(Bild: Simon – VCG)

Vans und Transporter sind nicht unbedingt die Fahrzeugsegmente, die man mit außergewöhnlichem Design verbindet – eher mit purer Funktionalität. Dass es nicht so sein muss, zeigt Hyundai mit dem Staria. Der Van mit futuristischer Optik ist schon seit einem guten Jahr als luxuriöser Siebensitzer auf den deutschen Straßen unterwegs. Damit spricht Hyundai überwiegend Privatkunden an. Seit Kurzem gibt es nun auch einen Neunsitzer – mit dem wollen die Koreaner jetzt auf Gewerbe- und Großkundenjagd gehen.

Man denke beispielsweise an den Einsatz als Hotelshuttle oder als Taxi, erklärte Deutschland-Geschäftsführer Jürgen Keller bei der Präsentation des Neunsitzers. Gleichzeitig zählen Familien zur Zielgruppe.

Ziel: 42 Prozent Flottenkunden

Insgesamt möchte Hyundai 2023 in Deutschland 4.700 Staria verkaufen – das wäre die komplette Produktion, die der Importeur erhält. Im ersten Quartal 2023 wurden bereits 621 Staria neu zugelassen, wie das KBA ausweist. Die Offenbacher erwarten, dass 42 Prozent der vermarkteten Fahrzeuge an Flotten gehen und 58 Prozent an Privatkunden. Die Hälfte der Auslieferungen soll auf den Neunsitzer zurückgehen.

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Für den Siebensitzer, den es nur in der luxuriösen Variante „Signature“ gibt, wird sich nach Erwartung von Hyundai dementsprechend die andere Hälfte der Kunden entscheiden. Beim Neunsitzer bietet Hyundai die zwei Ausstattungslinien „Prime“ und „Trend“, die 20 beziehungsweise 30 Prozent an den Staria-Neuzulassungen ausmachen sollen.

Auf ein paar Annehmlichkeiten müssen Kunden im Neunsitzer verzichten. Loungesitze oder das Bose-Soundsystem etwa gibt es nur im Van mit sieben Sitzen. Trotzdem bietet schon die Basisausstattung einiges: Bei der Variante Trend gehören dazu unter anderem Voll-LED-Scheinwerfer, ein Totwinkelassistent, ein 10,25-Zoll-Touchscreen mit Navi, ein beheizbares Lenkrad, und ein Smart-Key-System mit Start/Stopp-Knopf. Wer sich die Prime-Variante leistet, bekommt zusätzlich unter anderem 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Sonnenrollos für die hinteren Reihen, eine elektrische Heckklappe, elektrische Schiebetüren, eine Leder-Sitzpolsterung und den Passenger View und Talk Modus, über den Fahrer die Insassen im Blick haben und sich mit ihnen unterhalten können. Extras wie eine Vogelperspektivenkamera oder ein Glasdach gibt es gegen Aufpreis.

Für den Antrieb sorgt stets ein 2,2-Liter-Dieselmotor mit 130 kW/177 PS Leistung, der an ein Acht-Gang-Automatikgetriebe gekoppelt ist. Optional ist ein Allradantrieb erhältlich.

Bei einer kurzen Ausfahrt zeigte sich der Van als recht komfortables Gefährt, das gut Zug entwickelt. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h dauert 12,4 Sekunden, maximal schafft der Staria 185 km/h und muss daher die Autobahn nicht scheuen.

Der Innenraum sei einem Raumschiff nachempfunden, sagt Hyundai. Zwar wirkt das durchaus ansprechende Interieur nicht ganz so futuristisch wie das Gesicht des Vans, Platz gibt es aber tatsächlich reichlich, auch auf den hinteren Sitzen. Im Neunsitzer finden in allen drei Reihen drei Passagiere Platz – also auch vorne. Die Übersicht ist dank der großen Fenster gut. Wenn man sich für die Rundum-Kamera entscheidet, stellt auch das Rangieren keine große Herausforderung dar, trotz der Maße von rund 5,2 Metern Länge, 2 Metern Breite und 2 Metern Höhe. Nervig war zumindest in unserem Fall, dass das Lenkrad die Sicht auf das Kombiinstrument behindert hat.

Preislich ist der Van ab 48.100 Euro zu haben (Prime). Die Variante Trend startet bei 53.600. Den Siebensitzer gibt es ab 57.550 Euro. Im Leasing beginnen die Raten aktuell bei 419 Euro für die Prime-Ausstattung.

Kein Kastenwagen geplant

Auf einigen Märkten, zum Beispiel in Österreich, verkauft Hyundai den Staria auch als Kastenwagen. In Deutschland sei das aktuell nicht geplant, erklärte Jürgen Keller. Auch auf einen Elektroantrieb gibt es derzeit keine konkreten Aussichten. Allerdings werden alle Hyundai-Modelle ab 2026 wahlweise mit alternativen Antrieb angeboten. Dazu gehört auch der Staria. Es müsse sich dabei aber nicht unbedingt um einen rein batterieelektrischen Antrieb handeln, so Keller.

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