Hyundai i20: Abschied vom Plastik
Mit frischem Design, hochwertigen Materialien und einer umfangreichen Ausstattung soll der Hyundai i20 im Revier von Polo, Corsa und Co. wildern.
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Hyundai bläst zum Angriff im B-Segment. Mit dem neuen i20 wollen die Koreaner einmal mehr zeigen, dass sie nicht nur schöne, sondern auch qualitativ hochwertige Fahrzeuge bauen können. Und das ist ganz gut gelungen. Der Polo- und Corsa-Konkurrent punktet mit einem ansprechenden Design, guter Verarbeitung und einer recht umfangreichen Serienausstattung. Der Schritt nach vorne ist vor allem im Innenraum sicht- und spürbar. Hier hat sich Hyundai erkennbar Mühe gemacht, das triste Plastikambiente des Getz durch ein modernes, freundliches und vor allem hochwertigeres Interieur zu ersetzen, das sich auch gut anfühlt.
Der Importeur setzt große Hofffnungen auf den Nachfolger des in Deutschland 75.000 mal verkauften Getz. „Der i20 ist unser wichtigstes Auto. Schon der Getz war unser Bestseller und der i20 soll nun in seine Fußstapfen treten“, sagte Hyundai-Deutschland-Chef Werner H. Frey.
Insgesamt möchte Hyundai Deutschland in diesem Jahr im B-Segment 10.000 Fahrzeuge verkaufen. 2.500 Einheiten davon werden noch Getz sein, der Rest entfällt auf den i20. Für das erste volle Verkaufsjahr rechnet der Importeur mit 12.000 verkauften i20 – davon etwa 20 Prozent mit Dieselmotor. Europaweit sollen es jährlich 110.000 sein. Die Hauptzielgruppe sind Frauen mittleren Alters, gut situiert und gebildet.
Drei Benziner und ein Diesel zum Marktstart
Zunächst sind vier Motoren im Programm. Die Basis bildet ein komplett neu entwickelter 1,2-Liter-Benziner mit 57 kW/78 PS und einem Durchschnittsverbrauch von 5,2 Litern Super (CO2-Ausstoß: 124 g/km). Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h und ist ausreichend agil, um im Stadtverkehr gut voran zu kommen. Wer ab und zu auch längere Strecken fahren möchte, sollte sich für einen der beiden stärkeren Benziner entscheiden, die beide bereits im i30 zum Einsatz kommen.
Der 74 kW/101 PS starke 1.4 verbraucht sechs Liter pro 100 Kilometer und kommt auf einen CO2-Wert von 142 Gramm pro Kilometer. Mit ihm erreicht der Kleinwagen eine Höchstgeschwindigkeit von 180km/h. Der Top-Benziner mit 1,6-Litern Hubraum 93 kW/126 PS schafft 190 km/h und verbraucht mit durchschnittlich 6,1 Litern (CO2-Ausstoß: 144 g/km) nur geringfügig mehr als sein kleinerer Bruder. Beide Varianten sind für einen Aufpreis von 1.090 Euro auch mit einer Automatik erhältlich.
Noch mehr Fahrspaß bei weniger Verbrauch bietet der durchzugsstarke i20 1.6 CRDi, der mit einem Sechsganggetriebe kombiniert ist. Er leistet 85 kW/116 PS und verbraucht 4,4 Liter Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer (CO2-Ausstoß: 117 g/km). Ende 2009 bringt Hyundai außerdem einen 1,4-Liter Diesel mit 55 kW/75 PS oder 66 kW/90 PS, der auch die Basis für das Spritsparmodell i20 blue bildet.
ESP gehört zur Serienausstattung
Umfangreich ist die Sicherheitsausstattung: Serienmäßig an Bord sind unter anderem ESP, sechs Airbags und aktive Kopfstützen – Merkmale, die viele Konkurrenten wenn überhaupt nur gegen Aufpreis bieten.
Zur serienmäßigen Komfortausstattung gehört ein RDS-Radio mit CD-Player, MP3-Abspielfunktion und Aux-Anschluss. Die Variante „Comfort“, im Angebot für die Motorvarianten 1.2 und 1.4, bietet darüber hinaus ein Ablagefach unter dem Kofferraumboden, elektrisch verstellbare Außenspiegel in Wagenfarbe, eine Klimaanlage inklusive gekühltem Handschuhfach und elektrische Fensterheber vorn.
Käufer der Top-Ausstattung „Style“, die als 1.4, 1.6 und 1.6 CRDi erhältlich ist, können sich über weitere Details freuen, die zum Teil in dieser Klasse nicht überall zu finden sind. Dazu gehört die Klimaautomatik, elektrisch anklapp- und beheizbare Außenspiegel, Radiofernbedienung am Lenkrad oder beim Fünftürer elektrische Fensterheber auch hinten. Zudem gibt es 15-Zoll-Leichtmetallräder, eine schwarze Kühlereinfassung mit Chromleiste und ein Farbpaket mit roten oder blauen Einlagen in den Sitzen und der Türinnenverkleidung.
Fünftürer im Handel, Dreitürer in Genf
Der i20 steht als Fünftürer bereits zu einem Preis ab 12.000 Euro bei den Händlern. Die offizielle Markteinführung findet beim „i-lights-Fest“ Anfang März statt. Auf dem Genfer Salon zeigt Hyundai erstmals den Dreitürer, den die Hyundai-Händler ihren Kunden ab April für mindestens 11.250 Euro anbieten können. Weitere Modellvarianten sind geplant. So soll es einen MPV geben und auch über einen Roadster denkt Hyundai nach eigenen Angaben ernsthaft nach.
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