Hyundai und Kia: Differenzierung im Konzern

< zurück

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Wie weit sind Sie bei den Spritsparmaßnahmen fortgeschritten?

Bei den neuen Modellgenerationen werden wir uns stetig verbessern. Das Start-Stopp-System ISG wird bereits angeboten. Leichtbau und geringer Rollwiderstand spielen ebenfalls eine große Rolle. Und schließlich bringen wir ja auch unsere neuen Motorengenerationen auf den Markt.

Was planen Sie noch, um die Effizienz zu steigern?

Der Kia Optima Hybrid kommt diesen Sommer, allerdings mit einem kleineren Basismotor als in den USA und damit nochmals effizienter. Ferner bringen wir sukzessive Turbo-Benziner in den Markt. In Zukunft werden wir praktisch alle Motoren aufladen, angefangen beim kleinsten 1,0-Liter-Dreizylinder-Motor. Mit Sicherheit wird auch der Lambda-V6-Motor aufgeladen. Offen ist es noch bei unserer Tau-Maschine mit acht Zylindern. Da liegen wir schon ohne Aufladung bei über 400 PS. Ob wir da noch mehr brauchen, ist letztlich auch eine Frage des Markenimage.

Wie beurteilen Sie den Hybrid?

Wir haben alle Komponenten, um solche Fahrzeuge darstellen zu können. Aber auf dem Quasi-Heimatmarkt in den USA ist der Hybrid stark rückläufig. Das Thema ist weiterhin sehr stark politisch getrieben. Wir beobachten den Markt sehr genau und entwickeln parallel die Technologie weiter.

Wäre der Markt denn bereit für einen Diesel-Hybrid?

Das ist momentan offen. Jedenfalls wäre es eine einfache Kombinationsmöglichkeit. Wir sind mit dem Hyundai i40 sehr verbrauchsgünstig. Aber wenn Sie das Ziel vom 95 Gramm CO2 pro Kilometer erreichen wollen, kommt der Hybrid auf jeden Fall ins Spiel.

Welchen Status haben Brennstoffzelle und Elektromotor?

Wir haben Fahrzeuge mit Brennstoffzelle, die wir unter anderem in Skandinavien testen. Aber die Infrastruktur bleibt ein Problem. Das reine Elektroauto leidet an der geringen Reichweite, insbesondere bei niedrigeren Temperaturen. Bei allem, was über das Kleinstwagensegment hinausgeht, ist die Lösung mit Range Extender besser. Vielleicht wird die Elektrifizierung nicht so spektakulär erfolgreich werden, wie manche sich das vorstellen.

Zurück zu den konventionellen Antrieben: Sie haben durchaus Nachholbedarf bei leistungsstarken Motoren.

Wir haben uns im Moment bewusst auf einen niedrigen CO2-Ausstoß konzentriert. Aber generell ist alles möglich – und wenn wir merken, dass der Markt die leistungsstärkeren Varianten nachfragt, können wir sie bringen. Wir haben oberhalb von 200 PS mit unserer Theta-Familie noch einige Pfeile im Köcher. Mit dem Hyundai Veloster und dem Genesis Coupé haben wir ohnehin schon zwei sportliche Modelle im Markt. Wir müssen schauen, wie uns die Kunden folgen möchten.

(ID:34139770)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung