IAA 2009: Contitech-Zahnriemen läuft in Öl

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Zahnriemen können ab sofort auch Ölpumpen antreiben. Contitech hat den ersten Zahnriemen entwickelt, der in ölhaltiger Umgebung und bei hohen Temperaturen zuverlässig arbeitet.

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Der neu entwickelte Zahnriemen Conti Oil Runner überträgt dank einer faserverstärkten Mischung und einem speziellen Zugstrang Antriebskräfte auch in ölhaltiger Umgebung und unter extremen Temperaturen. Damit eignet sich der Zahnriemen für den Antrieb von Ölpumpen oder Nockenwellen-Steuertrieben.

Gegenüber Zahnketten bietet der Oil Runner laut Hersteller einige Vorteile: Er erzeugt weniger Reibung und Laufgeräusche und längt sich während des Betriebes nicht so stark. In seinem ersten Serieneinsatz – der Ölpumpe in einem Vierzylindermotor – kommt er zudem mit dem gleichen Bauraum wie eine Zahnkette aus.

Die faserverstärkte HNBR-Mischung, eine spezielle Kautschuksorte, quillt in Öl nicht auf und übersteht hohe Einsatztemperaturen. Hinzu kommt ein innenliegender Glasfaserzugstrang, der mit seiner neuartigen Beschichtung unempfindlich gegen Öl ist.

Da der Zahnriementrieb keinen Spanner benötigt, verspricht Contitech außerdem Kostenvorteile gegenüber Kettentrieben. Zurzeit befindet sich der Oil Runner bei einem großen Automobilhersteller in der Serienfreigabe, die noch in diesem Jahr erteilt werden soll.

Schlauch für hohe Drücke

Der Kunststoffspezialist Contitech – eine Tochter des Continental-Konzerns – hat nicht nur Zahnriemen im Programm, sondern auch ein breites Sortiment an Schläuchen für verschiedene Medien. So zeigt Contitech auf der IAA einen neu entwickelten Ladeluftschlauch, der für bis zu 3,2 bar Luftdruck ausgelegt ist und sich für hochaufgeladene Downsizingmotoren eignet. Zur ersten Serienanwendung kommt er in der Mercedes E-Klasse.

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