IAA 2009: KÜS warnt vor sorgloser Gasnachrüstung

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Dipl.-Päd. Gerd Steiler

Mit Gasanlagen in Fahrzeugen wird häufig sehr sorglos umgegangen. Christoph Diwo, technischer Leiter der KÜS warnte auf der IAA vor dem Nachrüsten von Gasanlagen durch nicht ausreichend qualifizierte Werkstätten.

Die KÜS-Prüfingenieure haben festgestellt, dass mit Gasanlagen in Fahrzeugen häufig sehr sorglos umgegangen wird. Vor allem Undichtigkeiten und mangelnde Befestigungen der Schläuche und Leitungen bemängelte die Überwachungsorganisation anlässlich der IAA in Frankfurt. Dazu komme die Tatsache, dass die eingebauten Autogasanlagen oft nicht in die Fahrzeugpapiere eingetragen sind.

So fuhr bei den KÜS-Experten ein Fahrzeug vor, bei dem der querliegende Tank nicht mit den richtigen Befestigungsbändern geliefert wurde. Kurzerhand verlängerte die Werkstatt die Bänder mittels angeschweißter Schrauben. Diese unsichere Verbindung kann bei einem Crash reißen und der Gastank sich so selbstständig machen.

Bedenklich seien auch die vielen unfachmännisch nachgerüsteten Tagfahrlichtanlagen. Christoph Diwo, technischer Leiter der KÜS, machte deutlich, dass es klare gesetzliche Vorgaben für den Einbau solcher Anlagen gebe. Zudem sollte unbedingt auf die entsprechende Kennzeichnung als bauartgenehmigtes Teil geachtet werden.

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