IAA: Suzuki startet die Trendwende

Redakteur: Vera Preising

Fünf neue Modelle in den kommenden vier Jahren – das kündigte Suzuki-Vertriebs- und Marketingchef Thomas Wysocki auf der IAA an. Wie sich die Marke entwickeln soll, erklärte er im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

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(Foto: Suzuki)

Suzuki hat auf der IAA in Frankfurt fünf neue Modelle für die nächsten vier Jahre angekündigt. „Mit der IAA starten wir unsere Modelloffensive. Dabei werden wir uns mit den neuen Fahrzeugen genau da bewegen, wo wir stark sind: kleine Kompakte und SUV – und selbstverständlich bleibt Allrad ein wichtiges Thema für uns“, sagte Vertriebs- und Marketingchef Thomas Wysocki im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

Das erste Fahrzeug der Modelloffensive ist der SX4 S-Cross, der bereits im Oktober zu den Händlern rollt. Der alte – sogenannte SX4 Classic – läuft noch parallel weiter. Beide sind Crossover-Fahrzeuge. „Doch die Kundensegmente, die wir mit den beiden Fahrzeugen ansprechen, unterscheiden sich deutlich“, sagt Wysocki. „Mit dem SX4 Classic wollen wir eher unsere älteren Kunden ansprechen; mit dem SX4 S-Cross hingegen junge Familien, die mehr Platz im Fahrzeug brauchen.“

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Zulassungsziel in weiter Ferne

Von dem SX4 S-Cross will Suzuki in diesem Jahr noch 2.500 Einheiten ausliefern. Für das erste volle Kalenderjahr rechnet Thomas Wysocki mit rund 10.000 verkauften Einheiten. Wildern will er dabei vor allem bei den japanischen Wettbewerbern: „Wir sehen, wie viele Crossover derzeit verkauft werden, und wollen uns auch ein Stück von dem Kuchen abschneiden.“

Doch die 2.500 verkauften SX4 S-Cross werden nicht ausreichen, um in diesem Jahr in Deutschland auf die erhofften 31.000 Einheiten zu kommen. „Mit den aktuellen Zulassungszahlen der Marke sind wir definitiv nicht zufrieden. Die Zahlen haben sich bisher nicht so wiedergefunden, wie wir es erwartet haben.“

Von taktischen Zulassungen distanziert

Das habe zwei Gründe. Zum einen das zurückhaltende Kaufverhalten – „wir vermarkten über 85 Prozent der Fahrzeuge an Endkunden. Und der Privatkundenmarkt ist derzeit problematisch.“ Zum anderen habe sich Suzuki ganz klar von taktischen Zulassungen distanziert. „Unsere Verkäufe sind reelle Verkäufe und wir hoffen natürlich auf einen deutlichen Schub durch die IAA.“

Dennoch ist der Vertriebsleiter zuversichtlich, in diesem Jahr das eine Prozent Marktanteil halten zu können – damit würde Suzuki letztendlich auf rund 28.000 verkaufte Fahrzeuge kommen. Per August gingen 17.280 Neuzulassungen auf das Konto des Importeurs, was einem Minus von 20,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

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