Händlerstruktur Der deutsche Autohandel bleibt im Europa-Vergleich fragmentiert

Von Andreas Grimm 4 min Lesedauer

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Die Großen werden immer größer. Doch der bekannte Trend findet neue Ausprägungen – auch mit Auswirkungen auf Deutschland. Wie hierzulande die Konsolidierung läuft und wie sich der Agenturvertrieb auswirkt, hat das Forschungsinstitut ICDP untersucht.

Autopaläste und immer mehr gedrehte Neu- und Gebrauchtwagen. Die größten Autohändler Europas werden immer größer. (Bild:  Grimm – VCG)
Autopaläste und immer mehr gedrehte Neu- und Gebrauchtwagen. Die größten Autohändler Europas werden immer größer.
(Bild: Grimm – VCG)

Die Strukturveränderungen im europäischen Autohandel nehmen weiter Fahrt auf – und machen vor den deutschen Grenzen nicht halt. Wie aus einer Studie des Forschungsinstituts ICDP hervorgeht, haben die Top-50-Autohausgruppen in Europa ihren Umsatzanteil im Neu- und Gebrauchtwagenhandel im Jahr 2022 weiter deutlich ausgebaut. Diese 50 Unternehmen vereinten 15,2 Prozent des Umsatzvolumens auf sich. Vor zehn Jahren lag ihr Anteil erst bei 10,6 Prozent.

Sichtbar wird dies auch an dem Umstand, dass im Berichtszeitraum nun alle 50 Unternehmen die Grenze zu einer Milliarde Euro Umsatz überschritten haben. Die größte Autohausgruppe ist dabei bei Weitem und wenig überraschend die Schweizer Emil-Frey-Gruppe mit 14,8 Milliarden Euro. Am Ende des 50er-Feldes steht die französische LS Group mit 1,2 Milliarden Euro. Auf Platz zwei liegt der europäische Arm des US-Autohändlers Penske (9,3 Mrd. Euro) vor dem größten britischen Autohändler Arnold Clark (5,8 Mrd. Euro).