IFA-Studie: Digitales Händlersterben
Durch die Digitalisierung ist dem Handel bereits das Gebrauchtwagengeschäft entglitten. Es findet auf unabhängigen Onlineplattformen statt. Bald könnte er auch bei Neuwagen das Nachsehen haben. Das prognostiziert die aktuelle IFA-Studie.

Die Kausalkette ist eigentlich ganz einfach: Immer mehr Autofahrer beginnen den Kaufprozess im Internet. Dort dominieren die unabhängigen Autobörsen und die Websites der Hersteller bzw. Importeure. Deshalb wird der Handel die Schnittstelle zum Kunden verlieren. Das ist zumindest eine Schlussfolgerung, zu der das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) in der Studie „Autohaus 2025“ kommt. Das Institut hat sie im Auftrag der Dekra erstellt.
„Im Gebrauchtwagengeschäft hat der traditionelle Automobilhandel bereits heute die Kundenschnittstelle verloren“, urteilt IFA-Direktor Professor Dr. Willi Diez. Kein Händler könne es sich heute mehr leisten, seine Gebrauchtwagen nicht bei einer der großen Autobörsen anzubieten. Umso erstaunlicher ist es, dass viele Autohäuser aus dieser Erfahrung keine angemessenen Rückschlüsse für den Umgang mit der Digitalisierung ziehen. Darauf deutet zumindest ein weiteres Ergebnis der Studie hin: Der Autohandel nutzt im Durchschnitt nur etwas mehr als ein Viertel der heute zur Verfügung stehenden digitalen Instrumente für sein Business.
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