Geschäftsklimaindex Im Handel herrscht trübe Stimmung

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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Über die Branchen hinweg erwartet der Einzelhandel derzeit wenig Impulse. Die Geschäfte laufen schleppend, weil die Verbraucher lieber sparen als konsumieren. In der zweiten Jahreshälfte könnte die Entwicklung drehen.

Voller Schauraum, keine Kunden: Das fast schon gewohnte Bild im Automobilhandel ist derzeit noch deutlicher ausgeprägt. Dem Einzelhandel fehlen die Kauf-Impulse.(Bild:  Audi)
Voller Schauraum, keine Kunden: Das fast schon gewohnte Bild im Automobilhandel ist derzeit noch deutlicher ausgeprägt. Dem Einzelhandel fehlen die Kauf-Impulse.
(Bild: Audi)

Das Geschäftsklima im Einzelhandel hat sich im Juni verschlechtert. Das geht aus der regelmäßig durchgeführten Umfrage des Ifo-Instituts hervor (Institut für Wirtschaftsforschung, München). Der Indikator sank auf -19,5 Punkte, nach -13,3 Punkten im Mai. Die Einzelhändler beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage generell schlechter. Ihre Erwartungen für die nächsten Monate haben sich zudem deutlich eingetrübt.

„Viele Einzelhändler können mit der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2024 nicht zufrieden sein“, sagt Ifo-Experte Patrick Höppner in einer Pressemitteilung. Die verfügbaren Einkommen der Verbraucherinnen und Verbraucher seien zwar gestiegen, diese Zuwächse werden nach seiner Beobachtung aber eher gespart, als sie für zusätzlichen Konsum ausgegeben.

Besonders Bekleidungseinzelhändler, Fahrradhändler und Bau- und Handwerkermärkte schätzten ihre Geschäftslage deutlich negativer ein als noch im Mai. Lebensmitteleinzelhändler und Kfz-Händler waren mit ihren Geschäften ebenfalls weniger zufrieden. Insbesondere die Bekleidungs- und Fahrradhändler haben zudem ihre Erwartungen an die kommenden Monate deutlich gesenkt.

Viele Einzelhändler sitzen weiterhin auf hohen Lagerbeständen. Daher möchten die Unternehmen in den kommenden Monaten ihre Warenbestellungen eher zurückfahren als sie zu erhöhen. Auch die Beschäftigungserwartungen der Einzelhändler bleiben angesichts einer verhaltenen Nachfrageentwicklung gedämpft. „In der zweiten Jahreshälfte 2024 wird sich der private Konsum voraussichtlich stärker entwickeln als in der ersten“, sagt Höppner. Damit werden auch Geschäftsimpulse für die Einzelhändler wahrscheinlicher.

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