Unternehmensnachfolge In gute Hände abzugeben

Von Harald Czycholl-Hoch 5 min Lesedauer

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Mehr als 150.000 mittelständische Firmeninhaber sind auf der Suche nach einem Nachfolger. Bei der Nachfolgeplanung ist strategisches Vorgehen wichtig – und eine rechtzeitige Digitalisierung der Prozesse im Betrieb. Denn das wirkt Wissensverlust bei der Übergabe entgegen.

Viele Unternehmen suchen nach geeigneten Nachfolgern. Diese komplexe Aufgabe braucht laut Experten fünf bis zehn Jahre Vorbereitung.(Bild:  contrastwerkstatt - adobe.stock.com)
Viele Unternehmen suchen nach geeigneten Nachfolgern. Diese komplexe Aufgabe braucht laut Experten fünf bis zehn Jahre Vorbereitung.
(Bild: contrastwerkstatt - adobe.stock.com)

Wer Michael Eidenmüller, Inhaber und Geschäftsführer von Auto-Scholz, in seinem Büro in Bamberg gegenübersitzt, steht unter Beobachtung seines Vaters, der das Unternehmen bis 1992 führte, seiner Großmutter, die während des Zweiten Weltkriegs die unternehmerische Verantwortung trug, seines Großvaters und seines Urgroßvaters, dem Firmengründer Herrmann Scholz. Als große Schwarz-Weiß-Porträts blicken die vier Ahnen der Unternehmensgeschichte – drei Generationen – auf den heutigen Geschäftsführer und seine Besucher von der Wand herab. Mittlerweile steht fest: Auch nach der vierten Generation, die Michael Eidenmüller repräsentiert, bleibt die Geschäftsführung in Familienhand. „Ich bin sehr froh, dass ich meine Tochter Fiona gewinnen konnte, die Nachfolge anzutreten“, sagt Eidenmüller.

Für Fiona Eidenmüller als Nachfolgerin bedeutet das eine große Verantwortung – für das Lebenswerk von vier vorangegangenen Generationen und vor allem für die mittlerweile rund 1.500 Mitarbeiter und ihre Familien. Dieser großen Aufgabe begegnet sie mit Respekt, „vor allem aber ist es eine große Ehre und eine Wahnsinns-Chance, diese Möglichkeit zu haben“, betont sie. „Mich reizen diese Aufgaben sehr. Auch die Wandlungen, die wir gerade im Markt haben, finde ich sehr spannend.“ Auf sich allein gestellt ist Fiona Eidenmüller aber noch nicht: Gemeinsam mit Michael Eidenmüller führt sie das Unternehmen derzeit als Vater-Tochter-Gespann – der Senior-Chef ist also weiter mit an Bord, um die Übergabe gemeinsam zu gestalten.