Innovation Group lenkt ein
Massiver Widerstand der Partnerbetriebe lässt die Innovation Group ihre neuen Verträge überdenken. Direktkundenregelung und Factoring sollen nicht mehr verpflichtend sein.
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Nach massiver Kritik aus dem Partnernetz bietet der Stuttgarter Schadensteuerer Innovation Group allen Kooperationsbetrieben einen neuen Vertrag an: Dieser schreibt den Factoring Service und die Direktkundenregelung nicht mehr verpflichtend vor.
Noch zu Beginn des Jahres 2010 hatte der Schadenlenker seinen Kooperationsbetrieben in diesen Punkten geänderte Verträge vorgelegt. Sie beinhalteten im Wesentlichen zwei Neuerungen zu den nun wieder entschärften Passagen: zum einen die Direktkundenregelung, zum zweiten den Factoring Service.
Ziel der Direktkundenregelung ist es, dass die Partnerbetriebe gesteuerte und nicht gesteuerte Unfallschäden zu den gleichen Konditionen (die, der gesteuerten Schäden) abrechnen. Der Factoring Service sollte den Partnerbetrieben die schnelle Vorauszahlung garantieren (zumindest eines Teilbetrags).
Nach Angaben der Innovation Group hatten bisher über zwei Drittel der Partnerbetrieb den Neuerungen zu Jahresbeginn zugestimmt. Rückmeldungen aus der K&L-Reparaturbranche ließen allerdings auf massiven Widerstand gegen die Neuerungen schließen. Die merkliche Unzufriedenheit im Partnernetz scheint die Stuttgarter nun bewogen zu haben, die neuen Verträge noch einmal zu überdenken.
Bis Juli sollen die aktuellen Vereinbarungen gelten – auf Basis der neuen oder alten Verträge. Zudem wollen die Stuttgarter künftig ein Forum für einen Interessenausgleich schaffen. Dafür will das Unternehmen einen Beirat gründen, in dem sich Vertreter der Kooperationspartner und der Versicherer zu Umfang und Konditionen der Vertragsgestaltung verständigen können. Der Beirat soll in Zukunft eine feste Institution sein, mit einem Mitspracherecht in diversen Themen bezüglich der Zusammenarbeit mit Kooperationsbetrieben.
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