Innung Brandenburg wählt neuen Obermeister

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Mehr als ein Vierteljahrhundert führte Klaus-Dietrich Weinreich (li.) die Kfz-Innung Brandenburg als Obermeister. Nun hat er die Aufgaben an seinen Nachfolger Alexander Lucht übergeben.

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Wechsel an der Spitze: Klaus-Dietrich Weinreich (li.) übergibt an Alexander Lucht.
Wechsel an der Spitze: Klaus-Dietrich Weinreich (li.) übergibt an Alexander Lucht.
(Bild: Zietz)

Bei der Kfz-Innung Brandenburg geht eine Ära zu Ende. Klaus-Dietrich Weinreich, der 26 Jahre als Obermeister an der Spitze der Innung stand, gibt sein Amt ab. Künftig übernimmt Alexander Lucht diese Aufgaben, der in den vergangenen Jahren bereits stellvertretender Obermeister war.

„Klaus-Dietrich Weinreich hat die Kfz-Innung in der komplizierten Wendezeit mitgegründet und gut durch die zum Teil schwierigen Jahre geführt“, lobte Kammerpräsident Robert Wüst bei der Jahreshauptversammlung der Kfz-Innung Brandenburg. Durch sein Engagement und seinen Einsatz hat sich der scheidende Obermeister einen Namen gemacht. „Weinreich ist bekannt wie ein bunter Hund“, ergänzte Wüst.

Gerade in den ersten Jahren nach der Gründung der Kfz-Innung gab es viele Themen, die sowohl für Autohäuser und Werkstätten als auch für die Innung Neuland waren. Die Arbeitsschutzbestimmungen änderten sich. Die Arbeitgeber mussten sich gegebenenfalls auf Streiks einstellen. „Wir mussten uns mit zahlreichen Themen beschäftigen, die wir so vorher nicht kannten“, erinnerte sich Weinreich. Ausbildungskonzepte wurden umgestellt, und jeder baute unter ganz neuen Bedingungen seinen Betrieb auf.

Es war nicht nur der Einsatz in den ersten Jahren nach der Gründung – Weinreichs Engagement und Wissen war mehr als ein Vierteljahrhundert gefragt. Für die im Kammerbezirk einmalige Kontinuität erhielt Weinreich die goldene Ehrenspange des Handwerks, die höchste Auszeichnung für Ehrenamtliche bei der Handwerkskammer Potsdam.

Dass die Herausforderungen für Autohäuser und Werkstätten nicht kleiner geworden sind, zeigen die aktuellen Themen. Die Innung muss sich mit der zunehmenden Schwarzarbeit und dem Verfall der Werkstattpreise beschäftigen. Die Erträge in den Betrieben sind gesunken, jeder Kunde muss gut betreut werden. Kundenbindung ist entscheidend. Weinreich rät dazu, Stammkunden per Telefon auf anstehende Termine für Zahnriemenwechsel oder Hauptuntersuchung aufmerksam zu machen. Eine gute Betreuung zahle sich neben solider Werkstattarbeit immer aus.

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