Innung Cuxhaven: Diskussion um Gratis-Licht-Test

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Mit dem Licht-Test trägt das Kfz-Gewerbe viel zur Sicherheit im Straßenverkehr bei. Die Kosten dafür sind allerdings immens. Bei der Jahresversammlung der Kfz-Innung Cuxhaven diskutierten die Mitglieder Alternativen.

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Hans-Joachim Puhl, Obermeister der Kfz-Innung Cuxhaven-Land Hadeln.
Hans-Joachim Puhl, Obermeister der Kfz-Innung Cuxhaven-Land Hadeln.
(Bild: Zietz)

Mit dem Licht-Test tragen teilnehmende Autohäuser und Werkstätten sowie Verbandsorganisation und Partner wesentlich zur Sicherheit auf der Straße bei. Doch wie die Verkehrssicherheitsaktion in Zukunft ausgestaltet wird, ist noch offen. „Es ist sinnvoll, auch weiterhin einen kostenfreien Licht-Test anzubieten“, sagte Obermeister Hans-Joachim Puhl bei der Jahreshauptversammlung der Kfz-Innung Cuxhaven-Land Hadeln. Denn der Licht-Text sei als Kundenbindungsinstrument unverzichtbar.

Doch die Licht-Technik wird immer komplexer und die Herausforderungen für Kfz-Betriebe immer größer. Wenn Fehler festgestellt werden, kann die korrekte Einstellung bei modernen Lichtsystemen schnell mal eine halbe Stunde oder gar 45 Minuten dauern. „Eine solche Leistung kann bei modernen Fahrzeugen nicht mehr gratis sein und muss dem Kunden verkauft werden“, stellt Puhl klar.

Jahrzehntelanges Engagement: (v.li.) Johann Bremmenkamp (stellv. Obermeister), Dieter Mund (Lehrer), Hans-Wilhelm Ehlers (Lehrlingswart) und Hans-Joachim Puhl (Obermeister).
Jahrzehntelanges Engagement: (v.li.) Johann Bremmenkamp (stellv. Obermeister), Dieter Mund (Lehrer), Hans-Wilhelm Ehlers (Lehrlingswart) und Hans-Joachim Puhl (Obermeister).
(Bild: Zietz)

Die Kreishandwerkerschaft Elbe/Weser, zu der die Kfz-Innung Cuxhaven- Land Hadeln mit ihren 61 Mitgliedern gehört, ist ein Zusammenschluss von vier Kreishandwerkerschaften. Aktuell laufen Gespräche mit der Kreishandwerkerschaft Rothenburg über eine Zusammenarbeit. Von den dann fünf Geschäftsstellen würden rund 1.600 Betriebe in 52 Innungen betreut.

Aus dem Prüfungsausschuss der Innung verabschiedeten die Teilnehmer Dieter Mundt in den Ruhestand. Der Lehrer hatte rund 26 Jahre beim Prüfungsausschuss mitgearbeitet und sich dabei großes Ansehen und Respekt verdient. Die Diskussionen seien mitunter hart, aber immer im Sinne einer guten Ausbildung gewesen, erklärte der Ausschussvorsitzende Johann Bremmenkamp.

Für Mundt war die Teilnahme an den jährlichen Innungsversammlungen nicht nur selbstverständlich, sondern auch wichtig. Als Lehrer ist man immer im Spannungsfeld zwischen Schule und Wirtschaft, erklärte der Pädagoge. Der Blick aus Sicht der Unternehmer helfe, ein Verständnis für die Nöte der Betriebe zu entwickeln.

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