Innung Herford: Fusion und Neuaufstellung

Autor / Redakteur: Timo Schulz / Christoph Baeuchle

In Herford haben sich zwei Innungen zur Innung des Kraftfahrzeug- und Zweiradgewerbes zusammengeschlossen. Neuer (und alter) Obermeister ist Ralf Rosenhäger.

Ralf Rosenhäger, Obermeister der Innung des Kraftfahrzeug- und Zweiradgewerbes Herford.
Ralf Rosenhäger, Obermeister der Innung des Kraftfahrzeug- und Zweiradgewerbes Herford.
(Foto: Rosenhäger)

Die Kfz-Innung Herford hat sich neu aufgestellt. Auf ihrer Jahresversammlung stimmten die Mitglieder für eine Fusion der Innungen des Kfz-Gewerbes Herford und der Mechaniker-Innung Herford zur Innung des Kraftfahrzeug- und Zweiradgewerbes Herford. Damit hat ein bereits seit Längerem angestoßener Prozess ein konstruktives Ende gefunden. „Die Fusion der beiden Innungen war schon einige Jahre im Gespräch“, sagt Manuel Dierks, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland. Anlass waren unter anderem die rückläufigen Mitgliederzahlen der Zweiradinnung.

In die konkrete Umsetzung der Ideen gingen die Beteiligten Mitte vergangenen Jahres. Die Vorstände trafen sich und konnten sich über die grundlegenden Modalitäten einigen. „Berührungsängste, wie man sie sonst häufig aus anderen Innungen hört, gab es keine“, freut sich Dierks. Auch für Vorbehalte gab es keinen Grund: Beide Innungen haben einen grundsoliden Haushalt. Stattdessen suchten die Beteiligten konstruktive Lösungen für einen Zusammenschluss.

Die neu gegründete Innung des Kraftfahrzeug- und Zweiradgewerbes Herford zählt nun 96 Mitgliedsbetriebe, damit ist schlagkräftiger als die beiden Einzelinnungen zuvor. Obermeister der Innung ist Ralf Rosenhäger. Der Geschäftsführer der Autohaus-Gruppe Mattern, die sechs Fabrikate an 13 Standorten vertreibt, hatte bereits zuvor das Amt bei der Kfz-Innung seit 2002 inne und setzt damit quasi seine Aufgabe fort.

Der Obermeister erhält Unterstützung von einem erfahrenen Team: Als seinen Stellvertreter wählten die Mitglieder Ulrich Borgards und Wolfgang Brune, der zuvor Obermeister der Mechaniker-Innung war. Die Aufgabe des Lehrlingswartes übernimmt Helmut Rolland. Eine neu eingerichtete Fachgruppe unter der Leitung von Wolfgang Brune soll dafür sorgen, dass die berufsspezifischen Aspekte der Zweirad-Mechaniker berücksichtigt werden. Zudem liegt die Geschäftsführung der neuen Innung bei Manuel Dierks und Thomas Brinkmann von der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland.

Auf die Innung und ihre Mitglieder warten zahlreiche Herausforderungen, wie auf die Branche allgemein. Dazu gehört auch die Sicherung von Nachwuchskräften. Die überbetriebliche Aus- und Weiterbildung findet für die Betriebe der Region im Bildungszentrum Metall (BZM) in Kirchlengern statt. Dazu gehört auch das Thema Elektromobilität.

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