Innung Köln feiert 75-jähriges Bestehen

Redakteur: Christoph Baeuchle

Lob von allen Seiten erhielt das Kölner Kfz-Gewerbe für die zuverlässige und sachverständige Umsetzung hocheitlicher Aufgaben.

Vor 75 Jahren wurde die Innung Köln gegründet, vor 25 Jahren übernahm sie hoheitliche Aufgaben des Landes Nordrhein-Westfallen. Das Land habe den Schritt nie bereut, sagte Lutz Lienenkämper, Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, bei seiner Rede zu den Feierlichkeiten des 75-jährigen Bestehens der Innung Köln.

Diese Institution zeichne sich durch Sachverstand, Effektivität und Zuverlässigkeit aus, sagte der Minister. Das habe sie nicht nur bei der Umsetzung der hoheitlichen Aufgaben bewiesen. Auch bei der Einrichtung der Umweltzone in Köln habe die Kfz-Innung gute Arbeit geleistet.

Lienenkämper freute sich auch, dass die Innung trotz der aktuellen Wirtschaftskrise den Mut fand, das Jubiläum entsprechend zu feiern. Die Stadt am Rhein mit ihrem Dom bildete für den Empfang auf den Rheinterrassen eine prächtige Kulisse. Geschäftsführer Norbert Werner hatte mit seinem Innungsvorstand für die Gäste ein feuriges Programm mit Fackeln und Tanz zusammengestellt.

Innung für die Wiege der Motorisierung

Auch Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma lobte die Arbeit der Kfz-Innung und überreichte eine Ehrenplakette: Mit 220 Betrieben und rund 500 Azubis könne die Innung stolz auf ihre Arbeit sein. Zudem sei die Stadt am Rhein die eigentliche Wiege der weltweiten Motorisierung. Denn Nikolaus August Otto habe seinen Motor in der Domstadt gebaut.

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Bei seiner Ansprache zu den Festlichkeiten blickte Obermeister Rolf Mauss zurück in die Geschichte der Innung. In ihrem 75-jährigen Bestehen sei die Innung Köln von herausragenden Handwerkerpersönlichkeiten geprägt worden. Durch ein großes ehrenamtliches Engagement habe sie sich das Vertrauen ihrer Mitglieder erarbeitet.

Auch dem Zentralverband des Kfz-Gewerbes sprach Mauss ein großes Kompliment aus: Nach jahrelanger Talfahrt des Gewerbes sei die Umweltprämie endlich der lang ersehnte wirtschaftlicher Volltreffer. Dafür habe Bundesinnungsmeisters Wilhelm Hülsdonk viel Überzeugungsarbeit bei der Bundesregierung leisten müssen.

Die Wirtschaftsmacht von nebenan

Der Bundesinnungsmeister und ZDK-Vizepräsident freute sich über die lobenden Worte. Stellvertretend für den Zentralverband überreichte Hülsdonk der Kölner Innung eine Urkunde zum 75-jährigen Bestehen.

Das Kfz-Gewerbe gehöre zu den Schlüsselbranchen des Landes, stellte Hülsdonk in seiner Ansprache klar. Man sei „die Wirtschaftsmacht von nebenan“. Schließlich könne kaum ein Kfz-Unternehmer seinen Firmensitz ins Ausland verlegen.

Ein klares Wort richtete Hülsdonk gegen die „Trittbrett-Fahrer“ des Gewerbes. Es könne nicht sein, das Betriebe ohne Innungsmitgliedschaft von den Leistungen der Verbandsorganisation profitieren.

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