Innung Mittelfranken: „Nicht im digitalen Zeitalter angekommen“
Der Trend zur Digitalisierung gewinnt an Fahrt. Doch viele mittelfränkische Autohäuser und Werkstätten seien im digitalen Zeitalter noch nicht angekommen, kritisiert Obermeister Karl-Heinz Breitschwert bei der Mitgliederversammlung. Es wird Zeit zu handeln.
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Die Digitalisierung erfasst die Wirtschaft mehr und mehr, doch viele Autohäuser und Werkstätten sind im digitalen Zeitalter noch lange nicht angekommen. „Während man im Internet Waren bestellen, bezahlen und deren Lieferung online verfolgen kann, hat man bei vielen Kfz-Betriebe schon Schwierigkeiten, einen Termin online zu vereinbaren“, kritisierte Obermeister Karl-Heinz Breitschwert auf der Mitgliederversammlung der Kfz-Innung Mittelfranken.
Damit nicht genug: Denn stehe endlich mal ein online vereinbarter Termin, erhielten die Kunden einen Anruf, dass dieser doch ungünstig sei, so Breitschwert. Der Obermeister forderte Autohäuser und Werkstätten auf, die Auftragsabwicklung für den Kunden so einfach wie möglich zu machen. Diese biete einem Betrieb eine gute Chance, sich vom Gros abzuheben.

Vom Onlinehandel können die Betriebe aus Breitschwerts Sicht lernen: Während im Kfz-Gewerbe noch jeder Auftrag unterschrieben werden muss und jede Rechnung dem Kunden auf Papier überreicht wird, gibt es dies im Internet-Business nicht.
Breitschwert bereitete in seiner Rede die Betriebe auf die anstehende Zukunft vor, die er selbst mitgestaltet. Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen bestätigten die Mitglieder der Kfz-Innung den Obermeister erneut im Amt, ebenso wie seinen Stellvertreter Richard Scharrer.
Neue stellvertretende Obermeisterin ist Christine Fröhlich-Müller, die diese Aufgabe von Friedrich Jordan übernahm. Dieser stellte sich wie Herbert Klemm nicht mehr zur Vorstandswahl. „Vor 20 Jahren traten wir an, um den Vorstand zu verjüngen“, sagte Jordan. „Nun treten wir ab, um den Vorstand zu verjüngen.“
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