Innung Schwaben wird 75 Jahre

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Die zweitgrößte Innung in Deutschland besteht seit 75 Jahren. Als kompetenter Ansprechpartner in der Aus- und Weiterbildung hat sie sich einen Namen gemacht.

Seit einem Dreiviertel Jahrhundert kümmert sich die Innung Schwaben in Augsburg um die Belange des Kraftfahrzeuggewerbes im Bayerischen Südwesten. Am vergangenen Wochenende wurde das Jubiläum mit einem informativen Fest gefeiert.

Der Präsident des bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes und Landtagsabgeordnete Klaus-Dieter Breitschwert hielt die Laudatio auf das langjährige Wirken der Innung. Neben den Glückwünschen als Vertreter des Gewerbes hatte er als Auszeichnung für die geleistete Arbeit den „Großen bayrischen Löwen“ mitgebracht. Die Porzelanfigur ist eine Auszeichnung des Freistaates Bayern für besondere Verdienste im Wirtschaftsleben.

Die Innung Schwaben sei vor allem eines: die Interessengemeinschaft schwäbischer Kfz-Unternehmer, sagte Breitschwert. Sie sei ein kompetenter Ansprechpartner bei Fragen zum Tagesgeschäft sowie zur Aus- und Weiterbildung. Zudem seien die Schwaben die zweitgrößte Innung in Deutschland. Größer sei nur die Kfz-Innung für München und Oberbayern.

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Investitionen in die Zukunft

Obermeister Günther Haller lobte die Auswirkungen von Pendlerpauschale und Umweltprämie auf die Branche. Sorge bereite dagegen die Geldpolitik der Banken. Nicht nur Autohäuser klagten über ungünstige Finanzierungsbedingungen. Durch schlechte Leasing- und Kreditbedingungen zeichneten sich Auswirkungen bei den Flottenbeständen großer Firmen ab.

Auf ihrer „Geburtstagsversammlung“ beschlossen die Innungsmitglieder den weiteren Ausbau und die Renovierung der eigenen Gebäude. Im Lauf der Jahre seien die Räume zu klein geworden. Die Angebote des Bildungszentrums würden gut angenommen, erläuterte Innungsgeschäftsführerin Petra Brandl. Unter Berücksichtigung der zu erwartenden Azubi-Zahlen würden Aus- und Umbau mit Augenmaß erfolgen.

Einblicke in die Arbeit der Innung

Für die Besucher des Jubiläumsfestes hatte die Innung in ihren Räumen die Werkstätten, Hörsäle und das Wohnheim geöffnet. Standesgemäß für eine Kfz-Innung waren neben dem Festzelt Oldtimer ausgestellt. Eine Kaelble-Zugmaschine beispielsweise, die inklusive des Schriftzuges komplett restauriert war. Und ein „Wanderer“ Typ W21 des Baujahrs 1934, also dem Gründungsjahr der Innung, begrüßte die Besucher am Zelteingang.

Neue Musikerlebnisse vermittelte das Duo „Autoditakt – Wir machen auf alten Autoteilen Musik“. Die beiden Musiker zeigten, wozu alte Fahrzeugteile noch gut sind: „Smoke on the water” erklang auf der Auspuffgitarre; „New York, New York“ ertönte auf der Autohupen-Orgel.

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