Innung Südthüringen: Mehr Dienstleistungen, gleicher Beitrag
Geht es um neue Geschäftsfelder, beweist die Kfz-Innung Südthüringen Kreativität. Das zeigt unter anderem eine bereits etablierte Fahrschule – durch die Zusatzerlöse sparen die Mitglieder Beiträge.
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Ein klares Signal an das Führungsteam der Kfz-Innung Südthüringen haben die Mitglieder auf ihrer Jahresversammlung gegeben: Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen bestätigten sie das gesamte Gremium um Obermeister Erhard Hüther im Amt. Nun kann die Innung ihre erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortsetzen.
Dazu gehört, dass die Innung ihre Attraktivität steigern will, um neue Mitglieder zu gewinnen. So will sie neue Geschäftsfelder erschließen und ihr Dienstleistungsangebot erweitern. Seit Frühjahr 2017 besitzt die Innung eine eigene Gewerbeimmobilie in Suhl. In den beiden dazugehörenden Fahrzeughallen will die Innung künftig eigene Weiterbildungskurse für Mitglieder und Fremdfirmen anbieten. Zudem will sie Teile des Bürogebäudes weitervermieten, um so Einnahmen für die Innungskasse zu erzielen.
Zudem betreibt sie seit 2010 eine eigene Fahrschule mit inzwischen drei Fahrlehrern. „Mit den dabei erzielten Umsätzen, die in den vergangenen Jahren gestiegen sind, subventionieren wir den Innungshaushalt“, erläuterte Geschäftsführer Thomas Edelmann auf der Innungsversammlung. Ziel ist es, das Leistungsangebot weiter auszubauen, ohne die Beiträge erhöhen zu müssen. Jüngst hat die Kfz-Innung beispielsweise sogenannte Techniknachmittage eingeführt, an denen Experten den Innungsbetrieben Neues aus der Kfz-Technik präsentieren.
In der Kritik standen die „Trittbrettfahrer“, über die sich die Innung und ihre Mitglieder kräftig ärgern. „Junge Meister sind oft nur schwer vom Sinn einer Innungsmitgliedschaft zu überzeugen“, bedauert Obermeister Erhard Hüther im Rahmen der Mitgliederversammlung. Dennoch würden sie von den Leistungen der Verbandsorganisation profitieren. Nun denkt der Vorstand darüber nach, wie er solche Betriebe zur Kasse bitten kann. Eine Möglichkeit ist beispielsweise eine Servicepauschale für alle Nichtmitglieder, die ihre Azubis zu den Prüfungen schicken.
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