Intelligente App stellt Fotos automatisch frei

Autor Silvia Lulei

Eine App soll dem Handel helfen, mit guten Fahrzeugfotos online zu punkten. Das Programm tilgt störendes oder ablenkendes Beiwerk auf den Bildern, damit der Betrachter seinen Blick allein auf das Fahrzeug richten kann.

Die App erfasst das Auto im Bild und isoliert die Bilddaten vom Hintergrund.
Die App erfasst das Auto im Bild und isoliert die Bilddaten vom Hintergrund.
(Bild: IS Intelligent Systems)

Das österreichische Start-up IS Intelligent Systems hat die App „Catch Photo“ entwickelt. Sie soll die bildliche Präsentation von Fahrzeugen im Internet professionalisieren und vereinfachen. Schließlich kommt es immer wieder vor, dass in Anzeigen Autos zu sehen sind, die vor einem unvorteilhaften Hintergrund stehen. Das wirkt nicht gerade verkaufsfördernd, weil der Fokus nicht auf dem Fahrzeug liegt. Und es mag daran liegen, dass viele Autohäuser keinen separaten, top ausgeleuchteten Fotoplatz haben, sondern auf dem Firmengelände improvisieren müssen.

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz stellt die App in wenigen Sekunden ein Auto in einem Bild frei; sprich: sie entfernt den unschönen Hintergrund und implementiert stattdessen einen anderen. Geschäftsführer Nino Dalipovic hat die App im Januar auf der „Auto Zum“ in Salzburg der Öffentlichkeit präsentiert und stieß auf Anhieb auf positive Resonanz: „Viele Autohäuser wollen unser Produkt haben.“

Die App ist derzeit nur für Android-Geräte erhältlich; die iOS-Version ist in Arbeit. Der Clou an der Sache ist, so Dalipovic, dass ein Computer in einem Bild ein Auto erkennt und es vom Rest des Bildes isolieren kann. Diese Technik zu entwickeln, habe Jahre gedauert.

Sobald das Auto in dem Bild freigestellt ist, kann der Nutzer den Hintergrund auswählen. Der kann neutral weiß – mit und ohne Firmenschriftzug – oder auch ein virtueller Showroom sein. Intelligent Systems hält Standardmotive bereit. Man kann aber auch für 1.500 Euro ein individuelles Hintergrundmotiv erstellen lassen. Bald soll auch eine 360-Grad-Ansicht möglich sein; dieses Feature kostet 2.500 Euro.

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