1. Internationale E-Fuels-Konferenz Synthetische Kraftstoffe als Option anerkannt

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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In München fand die 1. Internationale E-Fuels-Konferenz statt. Mit dabei: ZDK-Präsident Arne Joswig. Befürworter werten das Treffen im Vorfeld der IAA Mobility als wichtigen und längst überfälligen Schritt zur Anerkennung der Bedeutung synthetischer Kraftstoffe für den Verkehrssektor.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (li.) und der tschechische Verkehrsminister Martin Kupka bei der 1. Internationalen Konferenz für E-Fuels, die im Vorfeld der IAA Mobility in München tagte.(Bild:  picture alliance/dpa/CTK | Ales Zapotocky)
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (li.) und der tschechische Verkehrsminister Martin Kupka bei der 1. Internationalen Konferenz für E-Fuels, die im Vorfeld der IAA Mobility in München tagte.
(Bild: picture alliance/dpa/CTK | Ales Zapotocky)

Zur 1. Internationalen E-Fuels-Konferenz haben sich am Tag vor der IAA-Publikumseröffnung – auf Einladung von Bundesverkehrsminister Volker Wissing zahlreiche Branchenvertreter aus über 70 Staaten getroffen. Die Teilnehmer kamen aus Industrie, Verbänden, darunter die „E-Fuel-Alliance“ und „Uniti“, sowie der Politik.

Unter den Fachleuten vertreten war ZDK-Präsident Arne Joswig. „Es herrscht große Einigkeit, dass E-Fuels unverzichtbar für die Bewältigung des Klimawandels sind. Das ist Herausforderung und Chance“, sagt Joswig. Er habe sich persönlich mit dem Bundesverkehrsminister über die Bedeutung von E-Fuels für das Kfz-Gewerbe ausgetauscht. Inzwischen sei das Thema E-Fuels als eine Option für die Zukunft anerkannt, ist Joswig optimistisch. „Jetzt geht es um das ‚Wie‘“, so der ZDK-Präsident.

Die Konferenz stellte E-Fuels, und wie deren beschleunigter Markthochlauf gestaltet werden könnte, erstmals in den Mittelpunkt der internationalen Politik. Dafür gab es Lob von der E-Fuel-Alliance. „E-Fuels sind eine unverzichtbare Technologie zur Erreichung der Klimaziele. Die Einladung von Verkehrsministern der G7, der Europäischen Union und aus aller Welt trägt der globalen Herausforderung Rechnung, vor der wir bei der Bekämpfung des Klimawandels stehen. Diese Relevanz auf ein internationales, globales Diskussionsniveau zu heben, rechnen wir dem Minister sowie allen weiteren Teilnehmern sehr hoch an“, lobt Monika Griefahn, Vorstandsvorsitzende der E-Fuel-Alliance. Der ZDK ist Mitglied der Interessengemeinschaft.

Im Vorfeld der Konferenz legte die E-Fuel-Alliance gemeinsam mit mehr als 40 Unterstützern einen Forderungskatalog zur beschleunigten Markteinführung der synthetischen Kraftstoffe vor. Die EU-Kommission will voraussichtlich erst im November einen Vorschlag für die Neuzulassung von mit E-Fuels betriebenen Fahrzeugen ab 2035 vorlegen. Daran übt Uniti-Hauptgeschäftsführer Elmar Kühn Kritik: „Erneut verlieren wir hier kostbare Zeit, obwohl eine zeitnahe Lösung versprochen war."

Und weiter sagte er: „Investoren für den Produktionshochlauf können nur angezogen werden, wenn ein langfristig gesichertes Absatzpotential für diese Kraftstoffe vorhanden ist.“ Dafür bedürfe es einer klaren Perspektive für den Einsatz von E-Fuels in zukünftigen Neufahrzeugen über 2035 hinaus.

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