Internet Sales Award 2009: Der digitale Vorreiter

Autor / Redakteur: Stephan Richter /

Das Autohaus Niggemeier aus Salzkotten ist seit 1992 im World Wide Web vertreten und punktet beim Internet Sales Award 2009 mit guter Preisstrategie.

Vor 17 Jahren hatte Rudi Niggemeier, Geschäftsführer vom Autohaus Niggemeier aus Salzkotten bei Paderborn, ein Gespräch mit einem befreundeten Informatiker. Dieser prophezeite dem damals noch in den Kinderschuhen steckenden Phänomen „Internet“ eine große Zukunft. Vieles werde sich bald über das weltweite Datennetz abspielen.

Gehört, gehandelt – Rudi Niggemeier reservierte sich umgehend die Adresse www.niggemeier.de und stellte Fotos und Informationen zu seinem Unternehmen online. „Ich erinnere mich noch genau an die ersten Reaktionen meiner Mitarbeiter: Sie verstanden nicht, wie uns das Internet beim Fahrzeugvertrieb helfen solle“, erzählt Niggemeier. Zunächst wirkte die Seite noch wie ein Prospekt, erhielt aber schnell ein neues Layout.

Im Jahr 2008 stellte Niggemeier die Internetverantwortliche Olga Hauerhof ein, die eine komplett neue Webpräsenz ausarbeitete. Als Internetverantwortliche übernahm sie auch eine Verkäuferposition für die Gebrauchtwagen.

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Ab dem Zeitpunkt, an dem das Autohaus ein Fahrzeug annimmt bis hin zum Verkauf unterliegt der Vorgang einem festgelegten System: Innerhalb von zwei Tagen soll jedes Fahrzeug mit Fotos im Netz sein und steht jederzeit unter genauer Beobachtung. Sobald ein Fahrzeug länger als vier Wochen auf dem Hof ist, überdenkt Hauerhof den Preis, um das Angebot für die Kunden interessanter zu machen. Zu diesem Zweck gibt es täglich eine Verkäuferbesprechung, in der die Mitarbeiter auch über Langsteher diskutieren.

Notwendige Google Adwords

Da viele Kunden eine preisorientierte Suche bevorzugen und nicht zuerst auf eine Autohausseite klicken, entwickelte Niggemeier mit www.preissturz2009.de eine passende Unterseite.

Diese Seite bewirbt das Unternehmen mit Google Adwords. „Wir haben ausgewertet, wie sehr die Besucherzahlen zurückgehen, indem wir kurzzeitig mit den Adwords ausgesetzt haben. Wir waren erstaunt, dass sich die Klickrate um gut 80 Prozent reduziert“, sagt Hauerhof.

Konventionelle Werbung wie Radiospots und Zeitungsanzeigen brächten dem Unternehmen keinerlei neue Besucher auf die Seite. „Es ist wichtig, den Kunden dann zu umwerben, wenn er vor dem Computer sitzt. Dafür sind Maßnahmen wie die Google-Werbung unumgänglich“, erklärt Geschäftsführer Rudi Niggemeier.

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