In erster Linie Privatkunden spricht das Unternehmen mit seinem Ebay-Shop (http://stores.ebay.de/1-mercedes-Benz-Herbrand-Shop) an. Dort verkauft es neben Kollektionsartikeln und Zubehör punktuell auch Serviceleistungen. „In der Regel bieten wir im Jahr rund 100 Servicegutscheine an“, bemerkt Lacek-Herbrand. Auf der Herbrand-Webseite selbst suchen nach Angaben von Sven Ingenpaß, Marketingleiter der Herbrand-Gruppe, rund 90 Prozent der Besucher Gebrauchtwagen. Daher hat das Unternehmen auf seiner neuen Webseite, die seit Februar online ist, besonderen Wert darauf gelegt, die Gebrauchtwagensuche so komfortabel und intuitiv wie möglich zu gestalten.
Darüber hinaus hat Herbrand intensiv an den Online-Prozessen im Gebrauchtwagengeschäft gefeilt. Die Fahrzeuge werden alle zentral im Gelderner Betrieb aufbereitet und auf einem festen Fotoplatz abgelichtet. „Das Minimum sind acht Fotos“, bemerkt Ingenpaß. Alle Kundenanfragen, die über die Webseite oder die Onlinebörsen telefonisch oder per E-Mail reinkommen, landen aktuell noch beim Internet-Vertriebsteam. Es beantwortet erste Fragen, qualifiziert die Anfragen und leitet sie über eine Leadsoftware an die Gebrauchtwagenverkäufer weiter. Die Leadsoftware wiederum meldet, wenn ein Verkäufer die vorab festgelegte Rückmeldezeiten überschritten hat. „Wir haben eine maximale Responsezeit von zwei Stunden festgelegt“, präzisiert Ingenpaß.
Callcenter soll Mitarbeiter entlasten
Noch in diesem Jahr plant das Unternehmen, ein zentrales Inbound-Callcenter mit zwölf Agentenarbeitsplätzen und einem Masterplatz einzuführen. Es soll die Prozesse noch effizienter machen. Alle Anfragen an die Herbrand-Gruppe – zu der neben neun Mercedes-Benz-Standorten zwei Smart-Betriebe, zwei Toyota-Autohäuser und ein Lexus-Betrieb gehören – werden dann automatisch dorthin weitergeleitet. „Das Ziel ist, die Mitarbeiter in den Betrieben zu entlasten“, erklärt Lacek-Herbrand.
Die Einrichtung des Callcenters ist sicher das größte, aber längst nicht das einzige Projekt, das die Herbrand-Gruppe kürzlich in Angriff genommen hat. Unter anderem will sie Terminals in ihren Betrieben aufstellen, um die Gebrauchtwagensuche auch außerhalb der Öffnungszeiten sicherzustellen. Darüber hinaus will die Gruppe ihren B2B-Online-Teilevertrieb weiter ausbauen. Ab Oktober soll es zudem auf der Händlerplattform Fahrzeugauktionen geben. Auch im Bereich Social Media hat die Autohausgruppe schon jede Menge neue Ideen in petto: „Wir denken beispielsweise an einen Musik- oder Kunstwettbewerb mit automobilem Hintergrund“, verrät Marketingleiter Sven Ingenpaß.
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