BYD Seal Ist das der chinesische Tesla-Killer?

Von Andreas Wehner 2 min Lesedauer

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Der chinesische Elektroauto-Hersteller BYD bringt seine sportliche Limousine Seal nach Deutschland. Das Auto zielt deutlich auf das Model 3 von Tesla ab. Es kommt mit 390 kW und jeder Menge Technik. Wir konnten schon mal Platz nehmen.

Der BYD Seal soll im September auf der IAA in seiner europäischen Version zu sehen sein.(Bild:  BYD)
Der BYD Seal soll im September auf der IAA in seiner europäischen Version zu sehen sein.
(Bild: BYD)

Der chinesische Autobauer BYD legt nach. Nachdem inzwischen drei Elektromodelle in Deutschland erhältlich sind, folgen noch in diesem Jahr zwei weitere. Eines davon stellt sich als Konkurrent des Tesla Model 3 auf.

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Der 4,80 Meter lange Seal ist eine sportliche Limousine, bei der die Designer mit geschwungenen Linien und Wellenformen gearbeitet haben. Innen dominiert ein 15,6-Zoll-Bildschirm, der wie bei allen BYD-Modellen drehbar ist. Zudem gibt es ein 10,25-Zoll-Instrumenten-Display. Für den Sound sorgt ein Dynaudio-Soundsystem mit zwölf Lautsprechern.

Der Innenraum wirkt insgesamt sehr hochwertig. Gleichzeitig sind jede Menge Ablagen vorhanden. Nur die beiden Becherhalter in der Mitte sind sehr klein. Wir saßen allerdings auch in der chinesischen Version – vielleicht ändert sich zur endgültigen europäischen Version des Fahrzeugs noch das eine oder andere.

Dank eines Radstands von 2,92 Metern ist viel Platz im Innenraum, auch für die Passagiere auf der Rückbank. Der Kofferraum fasst 402 Liter, hinzu kommt ein Frunk vorne, in den mit 53 Litern nochmal ordentlich was rein geht.

Bis zu 390 kW

Der Seal kommt wahlweise mit einem 230 kW/313 PS starken Elektromotor, der die Hinterräder antreibt. Alternativ gibt es eine Allradversion, in der zwei Motoren zum Einsatz kommen. Sie leisten zusammen 390 kW/530 PS und ermöglichen eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,8 Sekunden.

Die Allradvariante verfügt über ein adaptives Fahrwerk, das die Dämpfung automatisch an die Straßenverhältnisse anpasst. Vier verschiedene Fahrmodi sind einstellbar: Eco, Normal, Sport und Schnee.

Die Batterie ist 82 kWh groß. Sie ermöglicht je nach Variante eine Reichweite von 520 beziehungsweise 570 Kilometern. An der Schnellladesäule kann der Seal mit maximal 150 kW Strom tanken. Die Limousine verfügt außerdem über eine Vehicle-to-Load-Funktion (V2L). Das Auto kann also als mobiler Stromspeicher für externe Geräte genutzt werden.

BYD verspricht sich einen wesentlichen Verkaufsfaktor in der Sicherheit. So legen die Chinesen großen Wert darauf, dass die von BYD verwendeten, selbst entwickelten und produzierten Blade-Batterien im Fall einer Beschädigung keine große Hitze entwickeln und es daher nicht zu Bränden oder Explosionen kommt. BYD setzt dabei auf Lithium-Eisenphosphat als Katalysator.

Batterie in die Karosserie integriert

Stolz sind die Chinesen außerdem auf die Cell-to-Body-Technologie (CTB). Die Batteriezellen werden dabei nicht erst zu Modulen zusammengefasst, sondern direkt in die Fahrzeugkarosserie integriert. Die obere Abdeckung des Batteriepakets ist damit Teil der herkömmlichen Bodenstruktur der Karosserie. Es entsteht ein Sandwich-ähnlicher Aufbau, der aus der oberen Abdeckung, der Blade-Batterie und einer Wanne besteht. Dadurch baut die Batterie niedriger und braucht insgesamt weniger Platz.

Gleichzetig sorgt dieser Aufbau für eine bessere Verwindungssteifigkeit sowie für eine bessere Crashfestigkeit. „Die Batterie ist bei dieser Technologie kein verwundbares Baby mehr und muss geschützt werden. Sie ist ein Erwachsener, der hilft, das ganze Auto zu schützen“, sagt Weijie Zhang vom BYD-Forschungs- und Entwicklungszentrum.

Der Seal soll im September zur IAA erstmals in der europäischen Version zu sehen sein und auch noch in diesem Jahr in den Handel kommen. Was den konkreten Bestell- oder Auslieferungsstart angeht, bleiben die Verantwortlichen jedoch wage.

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