Betriebsstoffe Ist Polfett elektrisch leitend?

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 3 min Lesedauer

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In so manchen Schubläden und Schränken schlummern mehr oder weniger alte Tuben oder Spraydosen mit der Aufschrift „Polfett“. Wozu dient es und wie wird es verwendet? Braucht man es auch heute noch? Wir klären einen auch unter Fachleuten weit verbreiteten Irrtum auf.

Das Multimeter beweist es: Polfett ist nicht elektrisch leitend. Das Kürzel „OL“ steht für open load, also offene Last (unendlich großer Widerstand).(Bild:  Diehl – VCG)
Das Multimeter beweist es: Polfett ist nicht elektrisch leitend. Das Kürzel „OL“ steht für open load, also offene Last (unendlich großer Widerstand).
(Bild: Diehl – VCG)

Viel hilft viel, lautet eine häufig zitierte Weisheit. Allerdings gibt es durchaus Situationen, bei denen diese Weisheit nicht zutrifft. Zum Beispiel beim Gebrauch von Polfett. Aufgebracht auf Pole und Polklemmen von Blei-Säure-Batterien (Starterbatterien), soll es vor der korrosiven Wirkung von Feuchtigkeit und des als Knallgas ausgasenden Elektrolyts verdünnte Schwefelsäure schützen.

Nicht selten wird Polfett in zu großen Mengen verwendet und bei abgenommenen Polklemmen auch auf die Gesamtflächen der Pole aufgetragen. Also auch auf die Flächen, die später die elektrische Verbindung zu den Polklemmen herstellen sollen. Doch das ist grundfalsch, denn Polfett ist nicht elektrisch leitend.