Iveco ruft den Daily zurück

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Christoph Seyerlein

Bei knapp 18.000 Transportern in Europa muss im Rahmen eines einstündigen Werkstattaufenthalts das Handbremsseil getauscht werden. Betroffene Autos könnten aufgrund des Fehlers wegrollen.

In Deutschland sind 3.764 Einheiten des Iveco Daily vom Rückruf betroffen.
In Deutschland sind 3.764 Einheiten des Iveco Daily vom Rückruf betroffen.
(Bild: Iveco)

Wegen einer möglicherweise eingeschränkten Funktion der Feststellbremse ruft die Iveco Magirus AG in Deutschland 3.764 Einheiten des Transporters Daily zurück. Wie ein Sprecher auf Anfrage von »kfz-betrieb« erklärte, muss bei den Modellen 40C, 50C, 65C und 70C aus dem Produktionszeitraum September 2015 bis Juli 2016 das Bremsseil erneuert werden. „Es besteht die Möglichkeit, dass die Ösenverbindung des sekundären Seils der Feststellbremse brechen könnte“, begründete er die Maßnahme.

Durch den Bruch der Öse sei das jeweilige Rad ohne Bremswirkung. „Bei dem anderen Rad wird die Bremswirkung reduziert, da durch das Layout der zwei sekundären Bremsseile über einen Ausgleich (Waage) die Spannung am anderen Bremsseil verringert wird“, sagte der Sprecher.

Halter wurden angewiesen, bei Verlassen des Fahrzeugs darauf zu achten, dass der erste Gang beziehungsweise die Stufe „P“ bei Automatikgetrieben eingelegt ist, um ein Wegrollen des Fahrzeugs auszuschließen.

Dem Hersteller ist bislang nach eigenen Angaben ein Unfall ohne Personenschaden aufgrund des Problems bekannt. Um weitere Vorkommnisse auszuschließen, müssen in Europa knapp 18.000 Transporter für eine Stunde in die Vertragswerkstatt. Die im Rahmen der Aktionen „5T6“ (Daily mit mechanischem Getriebe) und „5T7“ (Automatik-Getriebe) umgerüsteten Fahrzeuge seien an einem neuen Handbremsseil mit geänderter Öse erkennbar, so der Sprecher abschließend.

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