Jacobs-Gruppe kauft Eifel Autocenter

Autor Christoph Baeuchle

Die Jacobs-Gruppe kauft weiter zu: Mit der Übernahme des Eifel Autocenters umfasst das Aachener Familienunternehmen 17 Standorte und acht Marken.

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Das „Eifel Autocenter“ könnte bald zur Jacobs-Gruppe gehören.
Das „Eifel Autocenter“ könnte bald zur Jacobs-Gruppe gehören.
(Foto: Unternehmen)

Die Jacobs-Gruppe ist weiter auf Expansionskurs: Das Aachener Unternehmen will Anfang August das „Eifel Autocenter“ in Bad Münstereifel übernehmen. Stimmt das Bundeskartellamt zu, hat die Autohausgruppe nach der Umbenennung in „Jacobs Automobile Eifel“ 17 Standorte und acht Marken. Im laufenden Jahr will der Audi- und VW-Standort (Pkw und Nutzfahrzeuge) nach eigenen Angaben 450 Neuwagen und 500 Gebrauchte verkaufen. Insgesamt beschäftigt der Betrieb 34 Mitarbeiter, davon fünf Auszubildende.

Alle Mitarbeiter bleiben im Autohaus beschäftigt, zudem soll die langjährige und regionale Tradition des Autohauses nicht verändert werden. „Die Kunden werden auch in Zukunft die gewohnte persönliche Betreuung und den exzellenten Service der Mitarbeiter erfahren“, so Patrick Jacobs, Geschäftsführer der Jacobs-Gruppe. Zuerst wolle sich das Unternehmen auf das lokale Geschäft konzentrieren und engagierten Service bieten. „Wo es Sinn macht, werden wir sicherlich in Personal und Betriebsausstattung investieren“.

Die Historie des einstigen Autohauses Schmitz & Wissling begann 1953 mit einer großen Tankstelle, die es bis heute auf dem Grundstück gibt. Die Werkstatt, die kurz darauf hinzukam, legte den Grundstein für das heutige Autohaus. Seit 1969 ist der Betrieb Volkswagen-Partner, 1975 folgte ein Vertriebsvertrag mit Audi.

2007 übernahm die Automobilhandelsgruppe Dresen aus Neuss Schmitz & Wissling, seit 2010 firmiert der Standort als „Eifel Autocenter“. Im Portfolio des traditionell stark auf Opel ausgerichteten Händlers ist das Autocenter mit seinen VW-Marken allerdings eher ein Exot.

„Wir blicken zuversichtlich auf eine mögliche Übernahme“, sagte der Geschäftsführer und Markenverantwortliche Armin Cardinal. In einem größeren Verbund, in dem es mehrere Standorte der gleichen Marke gibt, rechnet er mit weiteren Vorteilen und Synergien.

Dies bestätigt das Aachener Familienunternehmen: Es sieht enorme Synergiepotenziale, die in der Regel nur markenspezifisch zu heben seien. Zum Beispiel könne eine größere Vielfalt an Gebrauchtwagen und Vorführwagen angeboten werden, was in der Folge attraktivere Angebote an Privat- und Firmenkunden ermögliche. Außerdem sei der Transfer von markenspezifischem Service-Wissen innerhalb einer Gruppe mit gleichen Marken wesentlich einfacher zu gestalten.

Autohausgruppe auf Wachstumskurs

Die Jacobs-Gruppe treibt den Ausbau des Unternehmens im laufenden Jahr stark voran: Im Frühjahr eröffnete Jacobs den deutschlandweit ersten Citroën-DS-Salon. Zudem will die Jacobs-Gruppe noch 2013 mit einem Maserati-Betrieb in Aachen starten. Er soll rund 250 Quadratmeter groß sein.

Die Jacobs-Gruppe, an der der amerikanische Autohändler Penske seit 2005 mit 50 Prozent beteiligt ist, gehört zu den größten Handelsgruppen in Deutschland. Laut dem Institut für Automobilwirtschaft hat Jacobs im vergangenen Jahr mehr als 25.600 Autos verkauft, davon 13.600 Neuwagen. Insgesamt erzielte das Unternehmen mit seinen sieben Marken einen Umsatz von 526 Millionen Euro.

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