Jaguar Land Rover: Turbulente Zeiten

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Die Neuzulassungen des britischen Herstellers gehen in Deutschland seit Jahren nur in eine Richtung – steil nach oben. Ausgerechnet jetzt, wo neue Modellkracher in den Startlöchern stehen, droht die Dieselkrise die Händler aus der Erfolgsspur zu drängen.

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(Bild: Jaguar Land Rover 2017)

Es gibt kaum ein anderes Autohaus in Deutschland, bei dem sich die Entwicklung von Jaguar Land Rover in den vergangenen acht Jahren so gut widerspiegelt, wie beim Würzburger Autohaus Brückner und Hofmann: Im Jahr 2009 – der britische Hersteller war kurz zuvor von Tata Motors übernommen worden – übernahmen die beiden Automobilverkäufer Michael Brückner und Andreas Hofmann den Jaguar-Land-Rover-Betrieb ihres Arbeitgebers. Dieser war infolge des Wechsels von der Ford- zur FCA-Bank in die Insolvenz geschlittert.

Die Rahmenbedingungen waren schwierig: Bei Land Rover waren die Neuzulassungen in jenem Jahr um 30 Prozent auf gut 5.000 Einheiten abgesackt, Jaguar brachte mit gut 2.900 Einheiten rund ein Viertel weniger Neuwagen zur Zulassung als im Vorjahr. Trotzdem glaubten die beiden Neuunternehmer fest an die beiden britischen Traditionsmarken. Als die Kreditvergabe nach vielen Rückschlägen endlich unter Dach und Fach war, investierten sie kräftig in das in die Jahre gekommene Gebäude, in die EDV und in Mitarbeiterschulungen, statt einen rigiden Sparplan zu fahren.